Gleichstellungsplan 2015-2017 - Stadt Oldenburg
Gleichstellungsplan 2015-2017

Stadt Oldenburg legt Gleichstellungsplan 2015 bis 2017 vor

Foto: Konstantin Gastmann/Pixelio.de
Geschäftsfrau. Foto: Konstantin Gastmann/Pixelio.de

Die Stadt Oldenburg setzt sich weiterhin für eine ausgewogene Besetzung von Männern und Frauen in allen Bereichen der Stadtverwaltung ein. Der Gleichstellungsplan 2015 bis 2017 analysiert die Männer- und Frauenanteile in den einzelnen Abteilungen, hält fest wie viele Stellen voraussichtlich neu besetzt werden und benennt Handlungsziele. Eines der wichtigsten Ziele ist es, den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu erhöhen – im Vergleich zum Jahr 2012 ist dies mit nun fast 38 Prozent bereits gelungen. Bewährte Fördermaßnahmen wie flexible Arbeitszeitmodelle sowie mobiles Arbeiten und Serviceangebote für Familien werden fortgesetzt.

Mehr Frauen in Führungspositionen 
Der Anteil von Frauen in Führungspositionen ist von 25 Prozent im Jahr 2012 auf fast 38 Prozent im Jahr 2015 gestiegen. Auf Dezernatsebene werden von den vorhandenen vier Dezernaten drei von Frauen geleitet. In der neu eingerichteten Ebene der Bereichsleitungen ist der Anteil von Frauen und Männern nahezu gleichwertig, während der Frauenanteil bei den Amts- und den Fachdienstleitungen knapp über beziehungsweise knapp unter 30 Prozent liegt. „Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist, den Anteil von Frauen in Führungspositionen weiter zu erhöhen“, so Inge von Danckelman, Leiterin des Amtes für Personal- und Verwaltungsmanagement bei der Vorstellung des Gleichstellungsplans. „Das zeigt, dass unsere vielfältigen Maßnahmen zur Gleichstellung der Geschlechter und zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie erfolgreich sind.“

Erfolgreiche Programme werden fortgesetzt
Um die Gleichstellung in der Stadtverwaltung noch weiter voranzutreiben, werden die bereits etablierten Maßnahmen in den kommenden drei Jahren fortgesetzt: Mit dem Programm „Führungstalente“ sollen bereits frühzeitig potentielle Führungskräfte unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gefunden werden, die unter anderem durch Orientierungsseminare und ein Potential-Assessment-Center gefördert werden. Neben diesem Projekt verfolgt die Stadt verschiedene Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie, beispielsweise flexible Arbeitszeiten, Telearbeit oder auch längere Auszeiten wie Sabbaticals. Das Serviceangebot für Familien umfasst darüber hinaus auch Plätze in der stadteigenen Kindertagesstätte „Stadtzwerge“ sowie eine interne Beratungsstelle zur Pflege von Angehörigen.

Gleichstellung auch als gesellschaftliche Aufgabe
Trotz der insgesamt positiven Ergebnisse gibt es in der Stadtverwaltung Bereiche, in denen Frauen beziehungsweise Männer deutlich unterrepräsentiert sind: die Feuerwehr, der Sozial- und Erziehungsdienst, der Abfallwirtschaftsbetrieb sowie der Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft und Hochbau. Da diese Bereiche traditionell verstärkt von nur einem Geschlecht nachgefragt werden, stellt die Erhöhung der Männer- beziehungsweise Frauenanteile hier eine größere Herausforderung dar. „Wir bemühen uns auch bei diesen Berufsgruppen, mit verschiedenen Maßnahmen auf eine Gleichstellung hinzuarbeiten. Ein deutlicher Wandel kann hier allerdings erst stattfinden, wenn die Berufsbilder auch gesamtgesellschaftlich aufgewertet werden und das jeweils unterrepräsentierte Geschlecht gezielt und noch aktiver zur Bewerbung aufgefordert wird “, erklärt Wiebke Oncken, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt.

Vielfalt bereichert den Arbeitsalltag
Auch über die Gleichstellung der Geschlechter hinaus hat die Stadt Oldenburg das Ziel, die Vielfalt der Gesellschaft in der Verwaltung abzubilden: „Vielfalt bereichert den Arbeitsalltag nach innen und nach außen und ist damit zu einem unschätzbaren Wert geworden. Seit langem suchen wir gezielt Nachwuchskräfte und qualifiziertes Personal, das dazu beiträgt“, so Inge von Danckelman.

Gleichstellungsplan und Rede zum Download