Helmholtz-Institut gegründet - Stadt Oldenburg
Helmholtz-Institut gegründet

Neues Helmholtz-Institut offiziell gegründet

Foto: Markus Hibbeler

Das neue Helmholtz-Institut für Funktionelle Marine Biodiversität wurde am Mittwoch, 31. Mai 2017, offiziell gegründet. In dem Institut bündeln und erweitern die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und das Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), ihre Forschungskompetenz.

Institutsneubau am Pophankenweg
Insgesamt elf bestehende Arbeitsgruppen beider Einrichtungen werden zunächst kooperieren und in angemieteten Räumen in unmittelbarer Nähe des Campus Wechloy tätig sein, bevor voraussichtlich 2022 der Institutsneubau am Pophankenweg fertiggestellt wird. Die Stadt Oldenburg hat das Grundstück im dortigen Technologiepark bereitgestellt: Oberbürgermeister Jürgen Krogmann erklärte dazu: „Wir haben als Stadt den Prozess der Ansiedlung von Beginn an engagiert unterstützt und eng begleitet. Vor allem bei der Grundstücksfrage haben wir schnell klargemacht, dass wir uns in der Verpflichtung sehen, diese Ansiedlung zu ermöglichen. Das ist ein wichtiger Meilenstein für den Wissenschaftsstandort Oldenburg und ein Erfolg der jahrzehntelangen Arbeit der Meeresforscherinnen und -forscher“.

Foto: Torsten von Reeken

Aufgaben des Helmholtz-Instituts
Das Helmholtz-Institut wird sich beispielsweise damit beschäftigen, wie und warum sich die marine Biodiversität im globalen Wandel verändert, wie sich dies auf die Funktionen mariner Ökosysteme auswirkt sowie inwiefern die Gesellschaft sich dem anpassen oder die Folgen abmildern kann.

„Mit der Gründung des Helmholtz-Instituts für Funktionelle Marine Biodiversität entwickelt sich Oldenburg zu einem auch international bedeutenden Zentrum der Meeres- und Klimawissenschaften“, sagte Niedersachsens Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajić. „Das Institut ist ein Beispiel für die erfolgreiche Verbindung von exzellenter Grundlagenforschung und gesellschaftlicher Relevanz. Meere sind das weltgrößte und wichtigste Ökosystem. Sie haben beispielsweise erheblichen Einfluss auf das Klimageschehen und unterliegen gleichzeitig den Auswirkungen des Klimawandels.“

Finanzielle Unterstützung des Landes
Das Land Niedersachsen finanziert das neue Institut in der Aufbauphase bis Ende 2020 mit bis zu 23 Millionen Euro, die unter anderem in den Institutsneubau fließen werden. Im Anschluss übernimmt die Helmholtz-Gemeinschaft die Basisfinanzierung des Instituts von rund 5,5 Millionen Euro pro Jahr – davon 90 Prozent aus Mitteln des Bundes und 10 Prozent aus Mitteln des Landes Niedersachsen.