1961: Prof. Bernhard Winter

Bernhard Winter wurde am 14. März 1871 in Neuenbrok, Gemeinde Mooriem, geboren. Schon als Schüler – er besuchte die Oberrealschule in Oldenburg – trat seine große zeichnerische Begabung zutage. So zog es ihn nach dem Abitur auf die Maler-Akademie Dresden. Nach seinem vierjährigen Studium kehrte Winter nach Oldenburg zurück. Der Oldenburger Maler bevorzugte Motive aus dem bäuerlichen Leben. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Schon mit 30 Jahren wurde ihm von Großherzog Friedrich August von Oldenburg der Professortitel verliehen.

Doch nicht nur in Bildern hat sich Bernhard Winter um seine Heimat verdient gemacht. Er hat das Freilichtmuseum in Bad Zwischenahn geschaffen und als Mitbegründer des Heimatvereins „Ollnborger Kring“ sein Interesse für die Oldenburgische Heimat und ihre Bewohner bekundet. In seiner Ehrenbürger-Urkunde vom 14. März 1961 heißt es: „Seine besondere Liebe galt der Kultur, den Sitten und Gebräuchen seiner engeren Heimat, die er in mühevoller Arbeit erforschte und in seinen Bildern darstellte“.

Die Anzahl seiner Bilder lässt sich kaum mehr schätzen. Seine Werke befinden sich sowohl im Besitz von Oldenburger Museen als auch in Privatbesitz. An seinem 70. Geburtstag wurde Bernhard Winter die Goethemedaille verliehen und 1956 zeichnete der Bundespräsident den Künstler mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse aus. Er lebte zuletzt in der Oldenburger Dobbenstraße. Am 6. August 1964 starb er in Oldenburg.

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