Die Zeit Peter Friedrich Ludwig – Ein neues Aussehen für Oldenburg

Nach dem Tod Friedrich Augusts übernahm Peter Friedrich Ludwig die Regierungsgeschäfte für seinen geisteskranken Cousin Peter Friedrich Wilhelm. Als der Cousin 1823 starb, übernahm Peter Friedrich Ludwig auch den Titel „Herzog“.

Viel veränderte sich
Die Regierungszeit Peter Friedrich Ludwigs (1785 bis 1829) prägt auch heute noch das Stadtbild von Oldenburg, denn zu dieser Zeit bekam Oldenburg ein neues Aussehen: Die Lambertikirche wurde umgestaltet, ein so genanntes Mausoleum wurde auf dem Gertrudenfriedhof errichtet, Rastede wurde zum Sommerwohnsitz ausgebaut und der Schlossgarten wurde als Landschaftsgarten angelegt. Die Stadt, die durch den Stadtbrand von 1676 zu großen Teilen zerstört war, wurde im damals neuen Baustil des Klassizismus » umgestaltet. Peter Friedrich Ludwig war aber nicht nur für diese klassizistische Umgestaltung der Stadt bekannt. Er gründete 1786 auch die spätere Landessparkasse. Er schaffte durch den Ankauf von Büchern die Grundlage für die Landesbibliothek. Durch den Erwerb der Gemäldesammlung des Johannes Heinrich Wilhelm Tischbein lieferte er den Ausgangspunkt für die Gemäldegalerie. Und 1793 führte Peter Friedrich Ludwig die Ausbildung von Lehrern in Oldenburg ein.

In der so genannten Franzosenzeit 1810 bis 1813 gehörte das Herzogtum Oldenburg zum Kaiserreich Frankreich. In dieser Zeit ging Peter Friedrich Ludwig ins Exil nach Russland. 1814 kehrte er dann nach Oldenburg zurück. Durch eine Versammlung, die Wiener Kongress hieß, wurde Oldenburg 1815 zum Großherzogtum.

1829 starb der Großherzog Peter Friedrich Ludwig, aber auch heute ist er in Oldenburg noch gegenwärtig. Da gibt es zum Beispiel das PFL – das ehemalige Peter Friedrich Ludwigs Hospital, an der Petersstraße. Es gibt aber auch ein Denkmal für Peter Friedrich Ludwig. Du findest es gegenüber vom Schloss!

Großherzog Paul Friedrich August

Nach dem Tod von Peter Friedrich Ludwig übernahm sein Sohn Paul Friedrich August die Regierung. Das war 1829. Im Gedenken an seinen Vater ließ er das Peter Friedrich Ludwigs Hospital in den Jahren 1838 bis 1841 durch den Architekten Heinrich Strack erbauen. Es handelt sich um das erste „allgemeine Krankenhaus“ im Großherzogtum Oldenburg. In diesem Krankenhaus gab es 136 Betten.

Wegen der so genannten Junirevolution von 1830 stellte Peter Friedrich August seinen Untertanen eine Verfassung mit neuen Rechten in Aussicht. Auf diese Verfassung mussten sie allerdings bis 1849 warten. In dem Jahr gab es auch die erste öffentliche Sitzung des Rates der Stadt. Mehr über den Rat der Stadt erfährst du hier »

Was machte er noch?
Großherzog Paul Friedrich August brachte die Gründung des Oldenburger Hoftheaters ins Rollen. Er gab auch den Anstoß für die Hofkappelle und die großherzogliche Sammlung, aus der dann später ein Teil des Landesmuseums entstand.

Ach ja
Nach seiner dritten Frau, der Großherzogin Cäcilie, wurde übrigens die Cäcilienbrücke hier in Oldenburg benannt.

Großherzog Nikolaus Friedrich Peter

Im Februar 1853 übernahm Nikolaus Friedrich Peter die Regierung. Er regierte ganze 47 Jahre lang. Seiner klugen Politik war es zu verdanken, dass Oldenburg Großherzogtum blieb. Mit dem Ausbau des Straßensystems und dem Bau der Eisenbahnlinien schuf er wichtige Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen Aufschwung des Landes. 1883 beschloss der Rat der Stadt ein neues Rathaus. Das alte Rathaus war zu klein geworden. Damit das neue Rathaus an der gleichen Stelle wie das alte stehen konnte, musste dieses weichen. Das alte Rathaus wurde abgerissen. Viele neue Häuser entstanden! In der Zeit von 1870 bis 1910 wurden in Oldenburg zum Beispiel zwei Drittel aller Häuser neu gebaut!

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