30.01.2014

Für das Wohnen im Alter gibt es heute viele Möglichkeiten

Oldenburg. Anne F. (77) fühlte sich gesundheitlich außerstande, nach dem Tod ihres Mannes Haus und Garten allein zu versorgen und zu erhalten. Marie R. (69) hatte das Alleinleben satt. Beide Frauen entschieden sich, in eine seniorengerechte Wohnanlage zu ziehen und fühlen sich dort – in einer eigenen Wohnung, aber in Nachbarschaft zu anderen – inzwischen wohl. Ganz anders Werner P. (82). Er blieb in seiner alten Wohnung, nachdem die Kinder in die Nähe gezogen waren. „Ohne meine Kinder wäre ich hier nicht geblieben“, sagt der Rentner im Nachhinein. Nun sei er froh, weiter in seinem Garten werkeln zu können.

Individuelle, passende Lösungen auf Fragen zum Wohnen im Alter zu finden, dabei kann die Wohnberatung des Seniorenservicebüros der Stadt Oldenburg helfen. Sechs ehrenamtliche Beraterinnen und Berater stehen dort für Gespräche und Hilfen zur Verfügung. Sie alle haben Erfahrungen in diesem Bereich und sind speziell ausgebildet, Antworten auf Fachfragen zur barrierefreien Wohnungsumgestaltung zu geben, wenn zum Beispiel bei zunehmender Pflegebedürftigkeit das Badezimmer nicht mehr den veränderten Anforderungen entspricht. Seit dem 8. November 2013 hat die Stadt Oldenburg mit Günter Beermann auch den ersten gemäß den Qualitätsstandards der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungsanpassung zertifizierten Wohnberater in ihren Reihen.

Die Beratungen sind unabhängig, neutral und kostenlos. „Wenn man älter wird, braucht man häufig eine andere oder anders ausgestattete Wohnung als ein jüngerer Mensch“, sagt Katrin Busse, Mitarbeiterin des Seniorenservicebüros. „Oft ist es für die ratsuchenden Damen und Herren wichtig, zunächst jemanden zum Reden zu haben, eine Person, die zuhört, die die Problematik erkennt und nach machbaren Lösungen sucht, denn die Bedürfnisse älterer Menschen und ‚objektive’ Erfordernisse stimmen oft nicht überein. Es gibt heute sehr viele Möglichkeiten und Angebote für das Wohnen im Alter. Dabei den Überblick zu behalten und die bestmögliche Lösung zu finden, ist auch eine der Aufgaben der Wohnberatung“, erklärt Dagmar Bunge-Köpping, Mitarbeiterin des Seniorenservicebüros. Häufig kommen auch Angehörige in die Beratung, insbesondere, wenn Pflegebedürftigkeit oder Demenz eine Anpassung der Wohnsituation erforderlich machen.

Ratsuchende können sich an das Seniorenservicebüro der Stadt Oldenburg, Straßburger Straße 8 (im Hause GSG), Telefon 235-3880, wenden oder eine E-Mail senden an seniorenservicebuero@stadt-oldenburg.de. Das Büro ist montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr geöffnet sowie am Montagnachmittag von 14 bis 16 Uhr und Donnerstagnachmittag von 14 bis 17 Uhr. Die Wohnberaterinnen und -berater kommen bei Bedarf auch zu den Ratsuchenden nach Hause.

Foto: Stadt Oldenburg