28.08.2020

Literaturhaus würdigt Jochen Schimmangs Werk

Oldenburg. 2019 schrieb das Land Niedersachsen erstmalig den Walter Kempowski Preis für biografische Literatur aus. Ausgezeichnet werden Schriftstellerinnen und Schriftsteller, denen es gelingt, Einflüsse und Auswirkungen zeitgeschichtlicher Ereignisse auf die individuelle Biografie darzustellen. Der erste Autor, der für sein Gesamtwerk mit dem neuen Literaturpreis ausgezeichnet wurde, ist der Oldenburger Jochen Schimmang. Aus diesem Anlass würdigt das Literaturhaus Oldenburg den Schriftsteller am Sonntag, 13. September, mit einer Werkschau. Der Göttinger Lektor und Literaturkritiker Thomas Schaefer gibt einen Überblick über das Werk Schimmangs und stellt den Autor in Lesung und Gespräch vor. Nicht zu kurz kommen soll dabei die Präsentation des neuen Buches „Mein Ostende“. Die Veranstaltung im Oldenburger Kulturzentrum PFL beginnt um 11 Uhr. Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Der Besuch ist nur möglich, wenn zuvor unter der E-Mailadresse literaturhaus@stadt-oldenburg.de Karten reserviert werden.

Jochen Schimmang lebt als freier Schriftsteller und Übersetzer in Oldenburg. Zuletzt erschienen 2017 sein Roman „Altes Zollhaus, Staatsgrenze West“ und 2019 ein Band mit Erzählungen unter dem Titel „Adorno wohnt hier nicht mehr“. Im März dieses Jahres erschien „Mein Ostende“ im Mare Verlag. Für Schimmang war die belgische Küstenstadt lange nur Transitstation auf einer Reise nach England, bis er an einem kalten Novemberabend als letzter Gast eines Ostender Lokals so warm empfangen wurde, dass er fortan den Ort und seine bewegte Geschichte für sich entdeckte.

Jochen Schimmang. Foto: Literaturhaus Oldenburg
Jochen Schimmang. Foto: Literaturhaus Oldenburg