14.01.2021

Lösungen für Fachkräftemangel in der Pflege gesucht

Oldenburg. Mehr als 32.000 Menschen in Oldenburg sind über 65 Jahre alt, davon sind fast 10.000 älter als 80. In den kommenden Jahren werden diese Zahlen weiter steigen – und damit auch der Anteil der  Pflegebedürftigen. Neben dem demografischen Wandel lassen auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie das Thema Pflege immer komplexer werden. An einer Verbesserung der Situation arbeitet in Oldenburg weiterhin das 2017 ins Leben gerufene Bündnis Pflege. Einzelne Themen werden in Arbeitsgruppen vorbereitet und vertieft. Geschäftsführerin Friederike Oltmer gibt nachfolgend einen aktuellen Überblick.

Neu: AG „Pflegefachkräfte“
Am 17. Dezember 2020 wurde die Arbeitsgemeinschaft „Pflegefachkräfte“ neu gegründet und traf sich per Videokonferenz zu einem ersten Austausch. Der Personalmangel und der damit einhergehende Fachkräftemangel verschärfen sich, auch durch die andauernde Corona-Pandemie. „So kann man schon von einem Kräftemangel sprechen, der sich durch die Pflegebranche zieht“, berichtet Friederike Oltmer. Die Teilnehmenden seien sich einig gewesen, dass es möglichst zeitnah konkrete und verlässliche Lösungen für Oldenburg braucht, die die Arbeitsgemeinschaft voranbringen möchte. Zu den Mitgliedern der AG zählen unter anderem lokale Pflegefachschulen, Anbieter stationärer und ambulanter Pflege, das Jobcenter und die Agentur für Arbeit sowie Mitarbeitende der Stadt Oldenburg. Begleitet wird die AG vom Beratungsteam Pflegeausbildung Niedersachsen/Bremen des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben. Ein nächstes Treffen wird Anfang Februar 2021 angesetzt.

AG „Versorgungsstrukturen im Quartier“
Die AG „Versorgungsstrukturen im Quartier“ tagt das nächste Mal am Dienstag, 19. Januar, in der Zeit von 15 bis 17 Uhr per Videokonferenz. Unter anderem werden neben den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Versorgungsstrukturen im Quartier auch die Themen „Präventive Hausbesuche“ und „Förderung von Wohn-Pflege-Gemeinschaften“ besprochen. Interessierte können sich gerne per E-Mail an demografie@stadt-oldenburg.de melden.

AG „Demenz“
Die AG „Demenz“ kommt am Dienstag, 26. Januar, zusammen – ebenfalls per Videokonferenz. Die Arbeitsgemeinschaft beschäftigt sich mit den Versorgungsstrukturen der Demenzlandschaft und beleuchtet Versorgungslücken. Wer Interesse hat, wird gebeten, sich per E-Mail an pflegestuetzpunkt@stadt-oldenburg.de zu wenden.

Das Bündnis Pflege
Das Bündnis Pflege wurde 2017 gegründet. Den Vorsitz führt der Leiter des Amtes für Teilhabe und Soziales der Stadt Oldenburg, Bernd-Günter Schwabe. Neben der Stadtverwaltung sind Pflegekassen, ambulante, teilstationäre und stationäre Pflegeeinrichtungen und Pflegepersonal vertreten. Als Repräsentanten der Pflegebedürftigen sind Sozialverbände, Seniorenvertretung, Behindertenbeirat und Selbsthilfe-Organisationen beteiligt. Auch die Bundesagentur für Arbeit, das Jobcenter, das Versorgungsnetz Gesundheit und die Kinderkrankenpflege gehören dem Netzwerk an. Das Bündnis Pflege soll dazu beitragen, die pflegerischen Dienstleistungen in der Stadt bekannt zu machen, zu verbessern und Engpässe in der pflegerischen Versorgung zu beheben.