23.03.2021

Örtlicher Pflegebericht 2020 der Stadt Oldenburg vorgestellt

Oldenburg. Mit dem aktuellen Pflegebericht stellt die Stadt Oldenburg die lokale Entwicklung in der Pflege und die voraussichtliche Entwicklung der pflegerischen Versorgung dar. Wichtige Stichworte sind dabei die Zunahme der älteren Bevölkerung und der damit verbundene Anstieg der Zahl der Pflegebedürftigen.

 „Pflege betrifft die ganze Stadt, die pflegebedürftigen Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen, die pflegenden Angehörigen, unsere Gesundheits- und Pflegebranche und die Kommunalpolitik. Pflegebedürftigkeit kann jeden treffen, in jedem Alter“, so Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Und dass bei diesem Thema Selbstbestimmung und Würde aller Betroffenen und Beteiligten im Zentrum stehen muss, wird uns gerade in diesen Zeiten deutlich vor Augen geführt.“

Der „Örtliche Pflegebericht 2020“ der Stadt Oldenburg steht jetzt als Diskussions- und Handlungs-grundlage zur Verfügung. Mit dem Bericht kommt die Stadt Oldenburg der Vorgabe des Landes Niedersachsen nach, das die Erstellung örtlicher Pflegeberichte – ab 2023 alle vier Jahre – vorschreibt.

Bestimmt wird das Thema Pflege durch zunehmend mehr Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, das Thema Demenz oder die Situation jüngerer Pflegebedürftiger in Einrichtungen der stationären Altenhilfe. Auf der anderen Seite stehen die sich zuspitzende Fachkräftesituation in der Pflege und der sehr hohe Anteil familiärer, fast ausschließlich von Frauen geleisteter Pflege.

Wie seit dem ersten Sozialbericht der Stadt Oldenburg üblich, enthält auch der aktuelle Pflegebericht zahlreiche Handlungsempfehlungen. Hierzu gehören zum Beispiel die Umsetzung der Vorgabe „ambulant vor stationär“, die Unterstützung pflegender An- und Zugehöriger, die Notwendigkeit der Stärkung der Quartiere und der nachbarschaftlichen Solidarität oder eine Stärkung von Prävention und Rehabilitation. Ein besonderes Augenmerk legt der Bericht darauf, dass pflegebedürftige Menschen durch vielfältige und flexible Angebote und Hilfen ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen und an der Gesellschaft teilhaben können.  Die thematische  Gliederung des Berichtes ist vom Land vorgegeben, das die Pflegeberichterstattung in Niedersachsen vereinheitlichen will, um auf Landesebene leichter Rückschlüsse ziehen zu können und Maßnahmen besser auf kommunale Erfordernisse abstimmen zu können.

 „Gerade im Themenfeld Pflege werden viele zentrale Sorgen deutlich, die unsere Gesellschaft und die in ihr lebenden pflegebe¬dürftigen Menschen und ihre Angehörigen be¬treffen“, so Sozialdezer-nentin Dagmar Sachse. „Dabei haben wir zu einigen Herausforderungen bereits Antworten, bei anderen Fragen arbeiten wir an Lösungen. Worauf wir in den letzten Jahren in Oldenburg deshalb stolz sein können, ist die engagierte und vor allem vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Pflegeak-teure und Betroffenenvertretungen für eine gute und nachhaltig verlässliche Pflege im Oldenburger Bündnis Pflege. Aber auch das Engagement vieler Akteure für eine Stärkung guter ambulanter Angebote und eine Öffnung der stationären Einrichtungen in die Quartiere und Stadtteile, ist be-merkenswert.“

Der „Örtliche Pflegebericht 2020“ wird am Dienstag, 23. März, im Sozialausschuss vorgestellt. Der Bericht steht als Download auf der Homepage der Stadt Oldenburg zur Verfügung:
www.oldenburg.de/demografie-pflegebericht