24.07.2019

Piktogramme geben Migration eine visuelle Sprache

Oldenburg. Was denken und fühlen Menschen, die ihre Heimat verlassen haben und nun in einem neuen Land leben? Wie nehmen sich Migrantinnen oder Migranten in Oldenburg wahr? Ihre Lebensrealitäten, Gedanken und Erfahrungen sollen vom Berliner Künstlerinnen-Kollektiv „migrantas“ durch Piktogramme sichtbar gemacht werden, die unabhängig von Sprache und kulturellen Prägungen verständlich sind.

Vom 26. bis zum 30. August sind hierzu neun Beteiligungs-Workshops geplant. Das Amt für Zuwanderung und Integration und das Gleichstellungsbüro der Stadt Oldenburg laden zur aktiven Mitarbeit ein. In den Workshops tauschen sich Migrantinnen und Migranten über ihre Erfahrungen aus. Ihre Erlebnisse und Wünsche bringen sie dabei in Zeichnungen, Bildern oder Motiven zum Ausdruck. Im Anschluss verdichten die Künstlerinnen von „migrantas“ die Ergebnisse der Workshops zu Piktogrammen. Diese ziehen auf Plakaten in das öffentliche Stadtbild ein, regen so zur Auseinandersetzung mit den Themen Migration und Integration an und laden zu einem Perspektivwechsel ein.

Das Projekt endet mit einer Ausstellung, die vom 26. September bis zum 25. Oktober im Bürgerbüro Mitte, Pferdemarkt 14, zu sehen sein wird und danach durch verschiedene Einrichtungen in Oldenburg wandert. Hierbei wird der gesamte Prozess für alle zugänglich gemacht. Neben Fotos aus den Workshops werden die dort entstandenen Zeichnungen und die Piktogramme präsentiert. Ebenso gibt es die Möglichkeit, mit den Teilnehmenden ins Gespräch zu kommen.

Die Mitglieder des Kollektivs, in erster Linie die Gründerinnen aus Argentinien, Marula Di Como und Florencia Young, sind selbst überwiegend nach Deutschland eingewanderte Frauen und haben in Berlin ihre neue Wahlheimat gefunden. Die Künstlerinnen bündeln Fachdisziplinen aus Kunst, Design, Soziologie, Journalistik und Politikwissenschaft.

Folgende Workshop-Termine sind vorgesehen:
•    Montag, 26. August, 9 bis 12 Uhr (ausschließlich für Frauen): Haus Welcome, Bauordenstraße 70
•    Montag, 26. August, 14 bis 17 Uhr: Gemeinwesenarbeit Dietrichsfeld, Alexanderstraße 331
•    Dienstag, 27. August, 9 bis 12 Uhr: DRK Begegnungszentrum, Kaiserstraße 19
•    Dienstag, 27. August, 14 bis 17 Uhr: Aids-Hilfe, Bahnhofstraße 23
•    Mittwoch, 28. August, 9 bis 12 Uhr: IBIS, Bahnhofsplatz 10
•    Mittwoch, 28. August, 14 bis 17 Uhr (ausschließlich für Frauen): Gemeinwesenarbeit Kreyenbrück, An den Voßbergen 58 D
•    Donnerstag, 29. August, 9 bis 12 Uhr (ausschließlich für Frauen): Gemeinwesenarbeit Bloherfelde, Bloherfelder Straße 173
•    Donnerstag, 29. August, 14 bis 17 Uhr: Academy of English, Fürstenwalder Straße 1
•    Freitag, 30. August, 9 bis 12 Uhr: Migrationscenter Oldenburg, Schütte-Lanz-Straße 8-10/15

Anmeldungen nimmt das ServiceCenter der Stadt Oldenburg bis zum 21. August unter Telefon 0441 235-4444 oder per E-Mail an servicecenter@stadt-oldenburg.de entgegen. Die Teilnahme ist kostenfrei, die Anzahl der Plätze allerdings auf 20 je Termin begrenzt. Falls eine Sprachmittlung gewünscht wird, kann dies bei der Anmeldung angegeben werden.

Von der Zeichnung zum Piktogramm. Foto: migrantas
Von der Zeichnung zum Piktogramm. Foto: migrantas