30.03.2016

Weitere Termine in der Vortragsreihe Flucht, Migration, Asyl

Oldenburg. Ab dem 12. April wird die Vortragsreihe rund um die Themen Flucht, Asyl und Migration der Stabstelle Integration und der Agentur :ehrensache der Stadt Oldenburg in Kooperation mit der Carl-von-Ossietzky-Universität fortgesetzt. Die Veranstaltungen richten sich sowohl an Ehrenamtliche, die in diesem Bereich aktiv sind, als auch an interessierte Bürgerinnen und Bürger. Sie finden in regelmäßigen Abständen, in der Regel jeweils dienstags, entweder im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, oder im Schlauen Haus, Schlossplatz 16, statt. Anmeldungen nimmt das ServiceCenter unter Telefon 0441 235-4444 oder per E-Mail an servicecenter@stadt-oldenburg.de entgegen.

Folgende Vorträge sind in den kommenden Monaten geplant:

12. April, 20 Uhr, Vortragssaal des PFL: „Wissenswertes über die kurdische Gesellschaft“
Nergiz Schalal, Schewin Ibrahim und Türkan Tolan sprechen über Charakteristiken der kurdischen Gesellschaft in den Bereichen Religion, Normen, Werte und Gesetze, das Sozial- und Gesundheitssystem in kurdischen Ländern, über Erziehung, Schul- und Berufsausbildung. Sie thematisieren zudem Allgemeines wie Höflichkeitsregeln, Begrüßung/Verabschiedung, Gastgeschenke, Essen oder auch Themen, die vermieden werden sollten.

19. April, 17.30 Uhr, Vortragssaal des PFL: „Wissenswertes über die arabische Gesellschaft“
Mousa Mazidi spricht über Aspekte der arabischen Gesellschaft, beispielsweise über Religion und wie diese den Alltag beeinflusst (Gebet, Essen, Kleidung, Alkohol), aber auch über Normen, Werte und Gesetze, das Sozial- und Gesundheitssystem, Erziehung, Schul- und Berufsausbildung.

19. April, 19.30 Uhr, Schlaues Haus: „Sprachliche Unterstützung für Flüchtlinge – Probleme, Möglichkeiten und Grenzen“
Prof. Dr. Juliana Goschler vom Institut für Germanistik, Universität Oldenburg, stellt wesentliche Fakten zum deutschen Spracherwerb dar und zeigt Möglichkeiten der sprachlichen Unterstützung durch Ehrenamtliche auf. Der schnelle Erwerb der deutschen Sprache ist eines der wichtigsten Bedürfnisse vieler Geflüchteter. In diesem Bereich gibt es daher großes Engagement – wobei viele über keine entsprechende Ausbildung verfügen. Spracherwerb, Sprachenlernen und -lehren sind jedoch sehr komplex, während Muttersprachler in der Regel wenig über die Struktur ihrer Sprache oder über Erwerbs- und Lernprozesse wissen.

3. Mai, 19.30 Uhr, Schlaues Haus: „Traumabewältigung bei Flüchtlingen – ein klinischer Blick“
Dr. Christian Figge, Direktor der Klinik für Allgemeinpsychiatrie und Psychotherapie der Karl-Jaspers-Klinik Bad Zwischenahn, stellt vor, welche spezifischen Probleme bei der Behandlung von Traumata bei Flüchtlingen auftreten und wie sie bewältigt werden könnten. Sowohl Erfahrungen im Herkunftsland als auch die mit der Flucht verbundenen Erlebnisse bergen ein erhöhtes Risiko für seelische Erkrankungen wie Traumafolgestörungen, Depressionen, Psychosen und Suchterkrankungen. Gleichzeitig sind die Betroffenen in einer fremden Gesellschaft in einer besonders schwierigen Situation. Kulturelle und religiöse Aspekte müssen daher in das therapeutische Konzept einbezogen werden.

11. Mai (Mittwoch), 17 Uhr, Yesidisches Forum, Eidechsenstraße 19:
„Die Rolle der Religionen in der gesellschaftlichen Integration“
Deutschland ist ein weltoffenes Land. Unsere Gesellschaft gründet sich auf das Grundgesetz, das geprägt ist von der freiheitlich demokratischen Grundordnung, der Gleichberechtigung von Mann und Frau, der unantastbaren Menschenwürde und der Religionsfreiheit. Doch was verbindet und definiert „die deutsche Gesellschaft“? Was sind eigentlich unsere Grundwerte? Und wie geht man mit dem Spannungsfeld zwischen Grundwerten und religiöser Vielfalt um? Inwieweit sind unsere Grundwerte verhandelbar? Ein Vortrag von Tobias Frick, Forum für Migration und Integration, im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Religiöse Vielfalt und Grundwerte“, organisiert von der Stabstelle Integration