31.10.2016

„Widerstände gegen den Nationalsozialismus im Münsterland“

Der Koordinator der Ausstellung, Herr Matthias M. Ester (Münster), wird eine Einführung geben.

Beim Thema Widerstand denkt man sofort an Stauffenberg und den 20. Juli oder an die Weiße Rose. Aber auch im Kleinen, auf dem Land, im Dorf, in der Kleinstadt gab es „Widerstände“. Diese Wanderausstellung stellt weitgehend unbekannte Menschen vor, die sich in Münster und im Münsterland dem System widersetzt haben.
Die Vorbereitungen zum Erinnerungsgang und zu den Ausstellungen im Rahmen des Erinnerungsgangs regen Schüler- und Schülerinnen, LehrerInnen und andere an, im nahen Umfeld zu fragen und zu forschen. Und immer wieder kommt dabei bisher Unbekanntes ans Licht. Hier gilt es auch genau hinzusehen. Nicht jede Mitteilung ist verlässlich.
Aus Oldenburg und dem Oldenburger Land sind einige „Widerstände“ bekannt. Einige Gesten der Menschlichkeit sind überliefert. Pastor Spitta hat die jüdischen Oldenburger in der Kurwickstraße heimlich mit Nahrungsmitteln versorgt. Die Bekennende Kirche war aktiv, die Predigten des Grafen von Galen wurden auch in der Region verbreitet. Zwangsarbeiter applaudierten den alliierten Bombern. Regimeferne wurden kurz vor der Befreiung ermordet, mancherorts von den Nachbarn.
Und sonst? Im Alltag. War da nichts, oder ist es vom Schweigen der Nachkriegszeit verschluckt worden? Diese Ausstellung kann anregen, doch noch mal vor Ort im Oldenburgischen zu fragen und zu forschen, und wenn auch nur deutlich wird, was möglich gewesen wäre, welche Handlungsspielräume bestanden.