IBIS - Interkulturelle Arbeitsstelle für Forschung, Dokumentation, Bildung und Beratung e. V.

Logo: IBIS e.V.Logo: IBIS e.V.
Klävemannstraße 16
26122 Oldenburg
Tel: (04 41) 920 582-10
Fax: (04 41) 920 582-19

http://www.ibis-ev.de

info(at)ibis-ev.de


Kontakt
Herr Uwe Erbel



Kategorien:

  • Darstellende Kunst
  • Literatur
  • Pflege interkultureller Beziehungen
  • Bildung/Wissenschaft
  • Sonstiges

Der Verein IBIS – Interkulturelle Arbeitsstelle für Forschung, Dokumentation, Bildung und Beratung e.V. (IBIS e.V.) steht in Oldenburg seit über 20 Jahren für den „ganzen Blick“ auf Integration.

Unter Integration versteht IBIS e.V. das respektvolle und gleichberechtigte Zusammenleben aller Menschen mit ihren individuellen und kulturellen Unterschieden und Gemeinsamkeiten. Die Arbeit von IBIS e.V. gründet sich auf den Menschenrechten, deren Wahrung als besonders bedeutsam für eine friedvolle und offene Gesellschaft angesehen wird. Daher bietet IBIS e.V. mit über 100 Mitarbeiter_innen ein breites Spektrum von Angeboten und Unterstützungen, um die gesellschaftliche Teilhabe von Migrant_innen zu stärken, um Diskriminierungen zu verringern und um das gemeinschaftliche Leben zu fördern.

Seit dem Jahr 2016 befindet sich nun auch in der Gemeinde Sande im Landkreis Friesland eine Außenstelle von IBIS Interkulturelle Arbeitsstelle e.V., um das Beratungsangebot zu erweitern.
Migration nach Deutschland und Oldenburg hat viele Hintergründe. Dazu gehören Flucht vor Krieg, Gewalt, Unterdrückung, politischer Verfolgung, ökonomischer Ausbeutung, Verfolgung aufgrund natio-ethno-kultureller Zugehörigkeit, der Religion, Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität.

Das Zurechtfinden in einem neuen Land, im Kontext des Erlebten, gestaltet sich nicht immer einfach. Daher bietet IBIS e.V. Migrant_innen in der Flüchtlingsberatung Unterstützung, Sicherheit und grundlegende kostenlose Versorgung auf unterschiedlichen Ebenen an. Schwerpunkte sind die Beratung  bezüglich des Asylverfahrens, zur gesundheitlichen Versorgung, bei der Wohnungssuche und bei persönlichen Problemen. Zudem unterstützen wir beim Umgang mit Behörden, Rechtsanwält_innen und bei vielem mehr. Besondere Aufmerksamkeit der Flüchtlingsberatung gilt traumatisierten und unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden, die bei IBIS e.V. in qualifizierter psychosozialer Beratung Hilfe erfahren können. Im Fokus der psychosozialen Beratung stehen neben Traumatherapie auch ressourcenstärkende Maßnahmen, Arbeitsmarkt betreffende Beratung und die Schaffung von Lebensperspektiven.

Ferner bieten wir für Asylsuchende, die in Niedersachsen vorübergehend oder dauerhaft Schutz suchen, eine mobile Beratung an. Hauptziel unserer Beratung ist die gemeinsame, auf den Einzelfall bezogene Entwicklung einer sicheren Aufenthalts- und Lebensperspektive.
In den IBIS-Fachbereichen können Mitarbeiter_innen in insgesamt neun verschiedenen Sprachen beraten, sodass auch ohne große Probleme in weitere Sprachen übersetzt werden kann.
Neben der Beratung zählt politische Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit für Asylsuchende zu den wichtigsten Aufgaben der Flüchtlingsberatung von IBIS e.V. Dabei steht im Vordergrund, Asylsuchende in ihren Stärken zu unterstützen und Räume sowie Möglichkeiten für Selbstbestimmung und -vertretung bereitzustellen.

Für die Teilhabe an der Gesellschaft ist Sprache ein wesentlicher Faktor. Daher bietet IBIS e.V. Integrations- und Deutschkurse in hoher Qualität und großer Anzahl für jede individuelle Einstufung an. Des Weiteren werden Alphabetisierungskurse für alle, die mit keiner oder einer anderen als der lateinischen Schrift aufgewachsen sind und spezielle Kurse für Jugendliche, Frauen oder Eltern angeboten. Um den Lernenden die Möglichkeit zu geben in Ruhe an den Kursen teilzunehmen, stellt IBIS e.V. eine Kinderbetreuung durch  zwei qualifizierte pädagogische Kindertagespflegekräfte während der Kurszeiten (nicht nur) für Teilnehmer_innen zur Verfügung.

Gleichberechtigtes Miteinander fördern, politische Forderungen formulieren und Menschen, die Diskriminierung erfahren haben, zu unterstützen, ist das Ziel der Antidiskriminierungsarbeit bei IBIS e.V. Auf Grundlage des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) können Menschen, die  individuelle, institutionelle oder strukturelle Diskriminierung erfahren haben, Beratung bekommen. Diskriminierungen werden dokumentiert und die Öffentlichkeit wird sensibilisiert. Die Antidiskriminierungsstelle bei IBIS e.V. verbindet Beratung, Lobbyarbeit und Vernetzung. Außerdem bieten wir die Möglichkeit, an Seminaren und Vorträgen zu unterschiedlichen Themen der Antidiskriminierungsarbeit und Inklusion teilzunehmen. IBIS e.V. ist zudem Gründer_in des Antidiskriminierungsnetzwerks Niedersachsen.

In einer globalisierten Welt kommt interkultureller und politischer Bildung essentielle Bedeutung zu. Dazu trägt  IBIS e.V. trägt durch Veranstaltungen, Ausstellungen, Vorträge, Podiumsdiskussionen und Workshops bei.

Außerdem beherbergt IBIS e.V. unter seinem Dach einen eigenen Verlag, der Sprachlernbücher, Schriften zur Förderung der interkulturellen Arbeit, der Flüchtlingsberatung und zur Umsetzung der Menschenrechte veröffentlicht.

Rechte Aktivitäten und Gewalttaten nehmen auch in Niedersachsen in den letzten Jahren dramatisch zu. Betroffene sind oftmals überfordert, wenn sie mit rechtsextremen Haltungen, Aktivitäten und Strukturen konfrontiert werden. Deshalb hat das Landesdemokratiezentrum Hannover in Zusammenarbeit mit dem Landespräventionsrat Niedersachsen jetzt drei zusätzliche Büros für die „mobile Beratung gegen Rechtsextremismus-für Demokratie“ eröffnet, eins davon bei IBIS e.V. in Oldenburg. Das neue mobile Beratungsangebot richtet sich an alle, die Probleme in Zusammenhang mit rechten Einstellungen und Verhaltensweisen haben und sich beraten lassen wollen, um dagegen vorzugehen. Beraten werden können neben Einzelpersonen auch z.B. Kommunen, zivilgesellschaftliche Initiativen, Familien, Kinder- und Schuleinrichtungen, Vereine und Verbände oder kommunale Präventionsräte.

Ein weiteres der Ziele von IBIS e.V. ist es, gemeinnützige Bildungsarbeit zu leisten. Daher bietet IBIS e.V. Lernförderung für Kinder mit und ohne Migrationshintergrund an. Die Lernförderung ist nicht gewinnorientiert und für Kinder und Jugendliche aus Familien mit geringem Einkommen kostenlos. Die Lernförderung  zeichnet sich durch gut ausgebildete Förderkräfte und durch individuelle Passung von Kind und Lehrkraft aus. Durch Einzelförderung und Förderung in kleinen Gruppen (bis zu 3 Schüler_innen) ist der Betreuungsmaßstab sehr hoch. Es kann auf die unterschiedlichen Bedürfnisse eingegangen werden und es können nachhaltige Effekte erzielt werden. Die IBIS-Lernförderung kann zuhause, bei IBIS e.V. oder in der Schule stattfinden, je nachdem, wo die bestmögliche Lernatmosphäre gewährleistet werden kann.

Interkultureller Kontakt kann ein wesentlicher Baustein zur Verringerung von Stereotypen, Vorurteilen und diskriminierenden Handlungen sein und bietet Möglichkeiten für Freundschaften. IBIS e.V. ist ein Ort der Begegnung von Menschen und vielfältigem Leben. Im Café IBIS in der Klävemannstraße 16 können sich Menschen in entspannter Atmosphäre bei Kaffee, Tee, Saft und Keksen austauschen und kennenlernen. Das Café IBIS ist Warteraum, Treffpunkt, Veranstaltungsort  und jeden Donnerstag und Freitag von 14 bis 18 Uhr ist es das Flüchtlingscafé, wo Menschen mit kostenlos bereitgestellten Zutaten gemeinsam kochen und sich beim gemeinsamen Essen weiter kennenlernen können.
Weitere Informationen zu unseren Kooperationen, einzelnen Projekten und Publikationen können auf unserer Homepage (www.ibis-ev.de) eingesehen oder jederzeit direkt bei IBIS e.V. erfragt werden.

© Stadt Oldenburg, alle Angaben ohne Gewähr.