Evakuierung

Bombenfund Fliegerhorst – Ticker

13.35 Uhr

Entwarnung für den Fliegerhorst: Die gefundene Bombe wurde erfolgreich vom KBD entschärft. Alle evakuierten Personen können wieder in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren. Danke an alle für die Geduld und das vorbildliche Verhalten!

12.40 Uhr

Bombenfund wurde vom Kampfmittelbeseitigungsdienst bestätigt.

Bei dem Verdachtspunkt handelt es sich um eine 250-Kilo-Bombe: Der Zünder ist nicht mehr vorhanden, allerdings noch die zündauslösende Ladung.

Diese wird nun ausgebaut und vor Ort kontrolliert gesprengt.

 

11.15 Uhr

Die finale Überprüfung durch den Hubschrauber ist abgeschlossen. Nun kann der Kampfmittelbeseitigungsdienst mit seiner Arbeit beginnen.

 

10.24 Uhr

Gleich geschafft!

Die Evakuierungsmaßnahmen laufen noch!

Aktuell kreist der Hubschrauber der Polizei über das Evakuierungsgebiet und kontrolliert, ob alle Personen den Bereich verlassen haben. Sobald diese Maßnahme beendet ist, beginnt der Kampfmittelbeseitigungsdienst.

8.30 Uhr

Das Evakuierungsgebiet muss bis 8.30 Uhr verlassen sein.

Denken Sie daran, bringen Sie sich in Sicherheit. Sie können nirgendwo unterkommen? Dann begeben Sie sich gerne in die Sammelstelle im NGO (Alexanderstraße 90). Dort hält das Deutsche Rote Kreuz Getränke für Sie bereit.

 

7.04 Uhr

Guten Morgen, ab sofort sind wir im Lagezentrum vor Ort!

Sie wohnen in der Nähe des Fliegerhorstes? Dann können Sie hier nachschauen, ob Sie von der Evakuierung betroffen sind ».

 

Danke an alle für die Geduld und das vorbildliche Verhalten!

250-Kilo-Bombe auf dem Fliegerhorst entschärft

Auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorstes haben Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes am Donnerstag, 14. Juli 2022, eine britische 250-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich entschärft. Bei Bodensondierungen Ende der 27. Kalenderwoche war ein Bombenverdachtspunkt entdeckt und sicherheitshalber die Evakuierung für Donnerstag, 14. Juli 2022, vorbereitet worden. Ab 8.30 Uhr mussten rund 4.000 Anwohnerinnen und Anwohner den Evakuierungsbereich in einem Radius von 1.000 Metern um die Fundstelle herum verlassen.

Stefan Thate, Einsatzleiter der Feuerwehr der Stadt Oldenburg, sagte dazu: „Am Ende zählt für uns, dass der gesamte Einsatz gut gelaufen ist. Alle Einsatzkräfte haben Hand in Hand gearbeitet. Ein großer Dank geht besonders an die Personen, die evakuiert werden mussten und sich vorbildlich verhalten haben. So konnte der Einsatz schnell und geordnet über die Bühne gehen.“

Die Räumung des betroffenen Bereichs verlief nahezu reibungslos, so dass die Öffnung des Verdachtspunkts gegen Mittag beginnen konnte. Dort fanden die Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes tatsächlich eine 250-Kilo-Bombe. Der Zünder war nicht mehr vorhanden, allerdings noch die zündauslösende Ladung. Diese wurde ausgebaut und vor Ort kontrolliert gesprengt.

Entschärfungen gehören zum Alltag

Für Sprengmeister Jann Kirchner gehört die Entschärfung von Bomben zum Alltag. Doch er räumt ein: „Bei einem Verdachtspunkt wissen wir nie, was uns genau erwartet. Von daher bleibt die Spannung bis zum Schluss bestehen.“ Auch wenn die Entschärfung eines Aufschlag-Zünders selbst für den Experten keine besondere Herausforderung darstellt, fügt er hinzu: „Ein bisschen Herzklopfen schwingt immer mit. Aber letztendlich wissen wir ja, was zu tun ist.“

Rund 300 Kräfte waren im Einsatz!

Feuerwehr, Polizei, DRK, THW, Malteser, Johanniter und Stadtverwaltung waren mit rund 300 Kräften im Einsatz. Als Sammelstelle und vorübergehende Bleibe stand den Betroffenen die Mensa im Schulzentrum an der Alexanderstraße zur Verfügung. 69 Personen nutzten den Aufenthalt in der Sammelstelle, davon befanden sich zwölf Personen in Isolation, da diese Corona-positiv waren. Diese wurden im Schulzentrum in separaten Räumen untergebracht und versorgt. Das ServiceCenter stand für Bürgerinnen und Bürgern telefonisch parat. Unter anderem wurde für mobilitätseingeschränkten Personen ein Fahrdienst organisiert.

Um 13.30 Uhr war es dann vollbracht

Gegen 13.30 Uhr meldete der Kampfmittelbeseitigungsdienst schließlich Vollzug, die Sperrungen konnten aufgehoben werden und die Anwohnerinnen und Anwohner in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren.

Wieso gibt es Bombenfunde in Oldenburg?

Im Zuge der Entstehung eines neuen Stadtteils und der damit verbundenen Bautätigkeiten sind seit 2016 immer mal wieder Blindgänger auf dem ehemaligen Fliegerhorst gefunden worden. Die letzte Bombenentschärfung mit einer Evakuierung des betroffenen Bereichs fand im September 2019 statt und verlief reibungslos.

Was sind Kampfmittel?

Zu den Kampfmitteln zählen Bomben, Granaten, Munition und Munitionsteile, aber auch Waffen und Waffenteile, die durch die Wehrmacht oder die ehemaligen Alliierten im Zuge der Kampfhandlungen hinterlassen wurden. Es kann sich dabei gleichermaßen um sogenannte „Blindgänger“ wie um ungebrauchte Kampfmittel handeln. Aber nicht nur Kampfmittel des Zweiten Weltkrieges, sondern auch Munition aus heutiger Produktion werden gefunden.

Was muss ich tun, wenn ich Kampfmittel finde?

In allen Fällen von Kampfmittelfunden ist höchste Vorsicht geboten! Kampfmittel auf gar keinen Fall anfassen. Sofort die Polizei unter 110 über den Fund und den genauen Fundort verständigen. Den Zugang zur Fundstelle sperren (zum Beispiel durch Hütchen, Flatterband oder ähnliches).