Kostenloser virtueller Hackathon – Gemeinsam Ideen und Konzepte entwickeln

Wie leben wir in Oldenburg im Jahr 2030?

Wie wollen wir 2030 im Hinblick auf die voranschreitende Digitalisierung nachhaltig miteinander leben und arbeiten? Dieser Frage widmeten sich interessierte Bürgerinnen und Bürger der Stadt Oldenburg vom 26. bis 28. Juni 2020 in einem ersten kostenlosen virtuellen Hackathon. Ziel der Veranstaltung war die Entwicklung von eigenen Ideen und Konzepten für das Stadt- und Zusammenleben 2030. Ein spannendes Rahmenprogramm führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch das Wochenende – von der Ideenfindung bis zur Präsentation der Ergebnisse vor einer Fachjury.

Was ist ein Hackathon?

Ein Hackathon ist eine Veranstaltung, in der sich die Teilnehmenden in einem begrenzten Zeitraum intensiv einem bestimmten Thema widmen und für dieses skizzenhafte Lösungen entwickeln. Der Hackathon bietet die Möglichkeit eigene Ideen in einem interdisziplinären Team weiterzuentwickeln und zu gestalten. Die erarbeiteten Ergebnisse eines Hackathon können vielfältig sein – von Poster, PowerPoint, Pappmaché bis hin zu greifbaren Prototypen kann alles dabei sein.

Hackathons finden üblicherweise gemeinsam an einem Ort statt. Aufgrund der aktuellen Lage und der Vielzahl von Angeboten und Möglichkeiten zur digitalen Teilhabe, wurde nun erstmals ein virtuelles Hackathon-Angebot für alle Bürgerinnen und Bürger in Oldenburg geschaffen.

Wie kam es zu der Idee?

Die Veranstaltung gehört zum Projekt Digitale Lernlabore: Civic Data Lab der Stadt Oldenburg und wird aus Mitteln des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) gefördert. Die Hackathons werden von Kreativität trifft Technik e.V. im Auftrag des Civic Data Lab Oldenburg durchgeführt.

Erster Hackathon erfolgreich umgesetzt!

Der erste von drei Hackathons fand vom 26. bis 28. Juni online statt und setzte sich mit der Frage „Wie wollen wir 2030 zusammen leben?“, bei der der Mensch im Mittelpunkt steht, auseinander. Gemeinsam arbeiteten eine bunt gemischte Gruppe von bis zu 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Freitagabend bis Sonntagnachmittag an verschiedenen Themen und präsentierten ihre Ergebnisse am Sonntag vor einer interdisziplinären Fachjury. Im Vorfeld und während der Preisverleihung wurde der Hackathon vom oldenburger Lokalsender Oeins begleitet.

Hackathon musste virtuell durchgeführt werden

Da die Veranstaltung im Gegensatz zu normalen Hackathons nicht als Präsenzveranstaltung stattfinden konnte, wurde für jede Teilnehmerin und jeden Teilnehmer ein liebevolles Care-Paket vorbereitet, das mit genug Sicherheitsabstand und Hygienekonzept beim Verein Kreativität trifft Technik e.V. abgeholt und mit einer Auswahl an Snacks und Lebensmitteln für das Wochenende selbst bestückt werden konnte. Zusätzlich gab es die Möglichkeit sich aus dem Projekt VR-Brillen auszuleihen, um damit am Wochenende zu arbeiten.

Das 'serious game' namens Klimakarma machte das Rennen

Am Sonntag wurden die Arbeiten des Wochenendes einer Jury vorgestellt: Eine App mit der es einfacher sein sollte Kontaktdaten bei Unternehmen im Rahmen der durch Covid-19 nötig gewordenen Kontaktverfolgung zu hinterlegen und gleichzeitig die eigene Datenhoheit zu behalten. Dazu kam ein Konzept für sensorunterstützte, auf einem neuronalen Netz basierende, intelligente Ampelschaltung, die klimaneutrale Mobilität durch längere Grünphasen belohnt und zum Schluss ein Entwurf für ein serious game, das Bürgerinnen und Bürger mit Hilfe von Rankings und Anreizen ermutigen sollte, sich klimaschonender zu verhalten. Im Anschluss an die Präsentation konnte jede Gruppe an die jeweils anderen Punkte vergeben. Zum Schluss evaluierte eine interdisziplinäre Fachjury die vorgestellten Ideen und gab hierzu auch ausführlich Feedback. Während alle Projektideen am Ende sehr spannend waren, machte die Idee der Klimagruppe, ein serious game namens Klimakarma zu entwickeln, das Rennen.