Digitalisierung der Verwaltung

Stabsstelle erstellt Digitalisierungsstrategie

Die Digitalisierung bestimmt inzwischen fast alle Bereiche unseres Alltags. Egal ob beim Einkauf, bei der Arbeit oder in der Freizeit – vieles ist ohne digitale Anwendungen nicht mehr denkbar. Digitalisierung im Kontext einer Verwaltung bedeutet jedoch weit mehr als das bloße Umwandeln eines Papierantrags in ein digitales Dokument. Konsequente Digitalisierung bedeutet vielmehr, neue vernetzte Prozesse einzuführen und Strukturen zu verändern. Um diese Entwicklung aktiv zu gestalten, hat der Rat der Stadt Oldenburg in seiner Sitzung am 18. Dezember 2023 erstmalig eine „Digitalisierungsstrategie“ » (PDF, 3,37 MB, barrierefrei) beschlossen. 

Ziel dieser Strategie ist es, alle bisherigen Konzepte und Dokumente zu diesem Thema zu vereinen und langfristig Orientierung für die Digitalisierung in Oldenburg zu bieten. Die Digitalisierung soll dabei ein Mittel zum Zweck sein, um die Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger wie auch verwaltungsintern zu erhöhen und effizienter arbeiten zu können. Bei allen technologischen Möglichkeiten darf der Mensch dabei nicht in den Hintergrund rücken, sondern muss im Mittelpunkt aller Bemühungen stehen. Nur so können Bevölkerung, Verwaltung und Wirtschaft langfristig von der digitalen Transformation profitieren.    

Digitalisierungsbericht 2020 veröffentlicht

Was tat und was tut die Oldenburger Stadtverwaltung, um die Digitalisierung in der Stadtverwaltung und in der Stadtgesellschaft voranzubringen?

Darüber gibt der „Digitalisierungsbericht 2020“ » (PDF, 2,26 MB, barrierefrei) Auskunft. Grundlage dieses Berichts ist der Maßnahmenplan Digitalisierung. Die Stabsstelle Digitalisierung hat die Maßnahmen evaluiert. Der Bericht enthält dementsprechend auch einen Faktencheck zum Maßnahmenplan.

Abschließend sei nochmals der Hinweis gegeben, dass nicht alle Digitalisierungsaktivitäten der Stadtverwaltung dargestellt werden können.

Plan wirkt nach innen und außen

Der 2018 vorgestellte „Maßnahmenplan Digitalisierung“ » (PDF, 746,1 KB) umfasst im Wesentlichen zwei Aufgabenstellungen: zum einen werden die internen Prozesse und Arbeitsabläufe der Stadtverwaltung betrachtet, zum anderen die von der Stadtverwaltung bereitgestellten Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger. „Damit agil auf künftige Entwicklungen reagiert werden kann, ist der Maßnahmenplan als ein lebendiges Dokument zu verstehen, welches entsprechend ergänzt und angepasst wird.“, betont Dr. Julia Masurkewitz-Möller, Leiterin der Stabsstelle Digitalisierung. Er zeigt erstmalig umfassend auf, welche zukunftsorientierten Projekte in der Stadtverwaltung in den nächsten Jahren angestoßen werden sollen.

„Mensch im Mittelpunkt“

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann: „Die Stadtverwaltung macht bereits heute ihr Dienstleistungsangebot und Informationen online zugänglich. Dieses solide Angebot ist Grundlage für die Aufgaben, die auf uns warten. Eines ist mir dabei besonders wichtig: Der Mensch muss im Mittelpunkt unseres Handelns stehen. Wir wollen den Bürgerinnen und Bürgern die Inanspruchnahme von Services so bequem und kundenfreundlich wie möglich machen, aber wir werden auch alle nicht-technikaffinen Menschen im Blick behalten“, kündigt Krogmann an. Um die „Digitalisierung“ aktiv zu begleiten und Kräfte zu bündeln, wurde im Jahr 2017 die Stabsstelle Digitalisierung im Büro des Oberbürgermeisters eingerichtet. Hier sollen die gesamten Veränderungen, die durch die zunehmende Verwendung und Vernetzung von digitalen Medien, Technologien und Anwendungen entstehen, koordiniert werden, weil diese Auswirkungen auf alle Lebensbereiche haben. 

Investitionen in Schul-IT

Weiteres wichtiges Beispiel der „Roadmap Digitalisierung“ ist die Schul-IT. Die Stadt Oldenburg hat bereits Fördergelder für die Glasfaseranbindung aller Schulen beantragt. Dieser Ausbau ist Basis zur Erreichung des Ziels, die IT-Voraussetzungen für einen guten Unterricht zu schaffen. Darüber hinaus wird derzeit ein IT-Entwicklungskonzept für Schulen erstellt, in dem Investitionen und Maßnahmen aufgeführt werden sollen. „Die Förderung der Schulen und ihre optimale Versorgung liegt mir besonders am Herzen. Die hier in zukunftsorientierte Bildung investierten Mittel werden sich in jeder Hinsicht für Oldenburg auszahlen“, lautet die Einschätzung von Oberbürgermeister Krogmann.

Weitere Schwerpunkte

Weitere Themen des Maßnahmenplans Digitalisierung sind die Entwicklung neuer Formen der Kommunikation der Stadtverwaltung mit Bürgerinnen und Bürgern, die digitale Beteiligung an Partizipationsprozessen, der Ausbau von Social-Media-Kanälen, eine anschaulichere Darstellung von Finanzdaten, aber auch viele verwaltungsintern wirkende Projekte wie digitale Akten, Prozessmanagement und Arbeitsschutz. Krogmann: „Auf dem Weg zur digitalen Stadt sind wir ein gutes Stück vorangekommen, aber noch lange nicht am Ziel.“

Open Government

Um dem Wunsch der Bürgerinnen und Bürger nach mehr Transparenz und auch Beteiligung gerecht zu werden, soll auch das sogenannte Open Government eingeführt und standardisiert werden.

Open Government hat zum Ziel, die Zusammenarbeit von Verwaltungen, in diesem Fall der Stadt Oldenburg, mit Akteurinnen und Akteuren der Zivilgesellschaft (Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Institutionen) zu verbessern und Verwaltungshandeln in Zukunft noch offener, transparenter und arbeitsteiliger zu gestalten, um insbesondere die Teilhabemöglichkeiten für die Zivilgesellschaft zu stärken.

Im Förderprojekt Modellkommune Open-Government » möchte die Stadt Oldenburg die konzeptionellen Grundlagen für einen praxisnahen Baukasten von Open-Government-Werkzeugen schaffen und erproben, dabei sollen standardisierte Werkzeuge und Prozesse für Open-Data, Open-Participation und Open-Collaboration untersucht werden.

Zuletzt geändert am 2. Februar 2024