Feuerwehr beherbergt bald fliegende Untermieter

Nistmöglichkeiten für Mauersegler und Co. an Feuer- und Rettungswache 2 geschaffen

Ende April 2021 ist es wieder so weit: Die ersten Mauersegler treffen aus ihren afrikanischen Winterquartieren in nördlichen Gefilden ein und kündigen auch bei uns den Sommer an. Doch den auf das Nisten in Hohlräumen und Nischen an hohen Gebäudefassaden spezialisierten Stadtvögeln fehlt es aufgrund von Häusersanierungen, Abrissen und Neubauten zunehmend an geeigneten Brutplätzen. Dieser Form von Wohnungsnot begegnet die NABU-Stiftung Oldenburgisches Naturerbe mit einem Projekt zum Mauerseglerschutz in Oldenburg. Im Rahmen dieses Projekts, das von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung gefördert wird, hat der Naturschutzbund jetzt 17 neue Nistmöglichkeiten für Gebäudebrüter wie Mauersegler und Haussperlinge an der Fassade der Feuer- und Rettungswache 2 in Osternburg geschaffen.

17 Nistkästen unter Dachvorsprung angebracht

Dabei wurden fünf Kästen an der Front des Gebäudes an der Schützenhofstraße und zwölf an der nordwestlichen Rückseite angebracht. Die Nistkästen hängen direkt unter dem Dachvorsprung. Manuela Voßkuhl, die das Projekt für den NABU betreut, dankte der Feuerwehr für die Unterstützung. „Wir sind gespannt, wie das neue Angebot in den nächsten Jahren nun angenommen wird“, so Voßkuhl. Die Voraussetzungen sind günstig: Denn Potential in Form von bereits brütenden Mauerseglern in nächster Nachbarschaft ist bereits beim Irma-Markt vorhanden, sodass die Nachkommen dieser Vögel nur bis zur Feuerwache fliegen müssen, um weitere Nistplätze zu suchen. „Da die Vögel Koloniebrüter sind, suchen sie gerne nach Nistmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe, was die Annahme der neuen Kästen begünstigen wird“, ist Manuela Voßkuhl zuversichtlich.

Feuerwehr freut sich über neue Untermieter

Die installierten Nistkästen zeichnen sich durch Langlebigkeit aus und eignen sich besonders zur nachträglichen Anbringung an Außenfassaden. Im Gegensatz zu anderen Arten bauen Mauersegler ihre Nester aus wenig bis keinem Material, und es kommt daher in der Regel auch zu keinen Verschmutzungen an den Gebäudefassaden. „Bessere Untermieter können wir uns kaum wünschen“, sagt Mariella Cannella, die bei der Oldenburger Berufsfeuerwehr für das Gebäudemanagement zuständig ist.

Weitere Infos

Weitere Informationen zum Projekt „Mauersegler in der Öffentlichkeit – Brutkolonien zum Bestaunen“ gibt es auf der Website des NABU »