Aufenthaltserlaubnis

Für die Einreise und den Aufenthalt im Bundesgebiet bedürfen Ausländerinnen und Ausländer grundsätzlich eines Aufenthaltstitels, sofern sie nicht durch andere gesetzliche Regelung davon befreit sind.

Die Aufenthaltstitel (Oberbegriff für Aufenthaltsrechte) werden erteilt als

  • Visum im Sinne des § 6 Absatz 1 Nummer 1 und Absatz 3 Aufenthaltsgesetz,
  • Aufenthaltserlaubnis (§ 7 Aufenthaltsgesetz),
  • Blaue Karte EU (§ 18b Absatz 2 Aufenthaltsgesetz),
  • ICT-Karte (§ 19 Aufenthaltsgesetz),
  • Mobiler-ICT-Karte (§ 19b Aufenthaltsgesetz),
  • Niederlassungserlaubnis (§ 9 Aufenthaltsgesetz) oder
  • Erlaubnis zum Daueraufenthalt - EU (§ 9a Aufenthaltsgesetz).

Die Aufenthaltserlaubnis ist ein befristeter Aufenthaltstitel und kann bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen für folgende Zwecke erteilt werden:

  • Aufenthalt zum Zweck der Ausbildung,
  • Aufenthalt zum Zweck der Erwerbstätigkeit,
  • Aufenthalt aus völkerrechtlichen, humanitären oder politischen Gründen,
  • aus familiären Gründen,
  • für besondere Aufenthaltsrechte.

Die Aufenthaltstitel werden in Form eines elektronischen Aufenthaltstitels (eAT) in Kreditkartenformat mit Speicherchip erteilt. Auf dem Chip werden die persönlichen und biometrischen Daten sowie die Nebenbestimmungen gespeichert. Da für die Erteilung des elektronischen Aufenthaltstitels unter anderem die Fingerabdrücke durch das Ausländerbüro abgenommen werden müssen, kann die Beantragung nur persönlich erfolgen. Der elektronische Aufenthaltstitel wird durch die Bundesdruckerei in Berlin produziert. Die Produktion nimmt ungefähr drei bis vier Wochen in Anspruch. Bei Ihrem Termin im Ausländerbüro wird Ihnen daher nicht unmittelbar Ihr elektronischer Aufenthaltstitel ausgehändigt, sondern Sie erhalten eine vorläufige Bescheinigung über den bewilligten Aufenthaltstitel. Bitte beachten Sie, dass mit dieser vorläufigen Bescheinigung keine Reisen in das Ausland möglich sind.

Der fertiggestellte elektronische Aufenthaltstitel wird von der Bundesdruckerei an das Ausländerbüro übersandt und im Rahmen einer weiteren persönlichen Vorsprache ausgehändigt. Für die Abholung können Sie sich auch durch eine bevollmächtigte Person vertreten lassen. Auf der folgenden Seite finden Sie Informationen zur Abholung »

Sperrung des elektronischen Aufenthaltstitels bei Verlust

Wenn Sie Ihren elektronischen Aufenthaltstitel verloren haben oder er Ihnen gestohlen wurde, ist es wichtig, dass Sie die Online-Ausweisfunktion sofort sperren lassen. Hierzu erreichen Sie die bundesweite Sperrhotline unter der Nummer 0049 116116. Die Sperrhotline ist kostenlos und kann vom Festnetz, vom Mobiltelefon und auch aus dem Ausland heraus angerufen werden. Zur Sperrung Ihres elektronischen Aufenthaltstitels benötigen Sie das Sperrkennwort, welches Ihnen bei Ausstellung des elektronischen Aufenthaltstitels mit einem Brief von der Bundesdruckerei in Berlin mitgeteilt wird. Wenn Ihnen das Sperrkennwort nicht mehr vorliegt, kann die Sperrhotline nicht genutzt werden. In diesem Fall wenden Sie sich bitte direkt an das Ausländerbüro. Über den Verlust des elektronischen Aufenthaltstitels stellt Ihnen das Ausländerbüro eine Bescheinigung aus. Für die Verlustbescheinigung wird eine Gebühr in Höhe von 18 Euro erhoben.

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

Bei Rückfragen können Sie sich an Ihre Sachbearbeiterin oder Ihren Sachbearbeiter » wenden.

Weitere Informationen

Auf der Internetseite des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge erhalten Sie weitere Informationen zu den Aufenthaltstiteln:

elektronische Aufenthaltstitel (eAT)