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Bußgeld

Wird man bei einer Verkehrsordnungswidrigkeit ertappt, ist die Ratlosigkeit oft groß. Zur ersten Orientierung gibt es hier einige Erläuterungen:

Verwarngeld
Bei einer Geldbuße von weniger als 60 Euro laut Bußgeldkatalog wird Ihnen ein sogenanntes Verwarngeld angeboten. Hierbei entfallen weitere Gebühren und Auslagen, sofern das Verwarngeld innerhalb einer Woche überwiesen wird.
Wird die Zahlung nicht pünktlich vorgenommen, gilt das Verwarngeldangebot als abgelehnt. Dann wird Ihnen ein Bußgeldbescheid zugestellt, der mit zusätzlichen Kosten von 28,50 Euro verbunden ist.

Bußgeld
Bei einer Geldbuße von mindestens 60 Euro befindet man sich im Bußgeldbereich. Vor Festlegung der Geldbuße sichtet die Bußgeldstelle die Voreintragungen beim Kraftfahrtbundesamt in Flensburg und berücksichtigt diese gegebenenfalls. Weiterhin entstehen weitere Kosten durch die Erstellung eines Bußgeldbescheides: Für Auslagen werden bundeseinheitlich 3,50 Euro berechnet, die Gebühren liegen – abhängig von der Höhe der Geldbuße – bei mindestens 25 Euro.

Anhörung
Bei Ordnungswidrigkeiten im Bußgeldbereich werden Sie zunächst angehört. Die Anhörung erfolgt vor Ort durch die Polizei oder schriftlich durch die Bußgeldstelle.
Steht für die Bußgeldstelle fest, dass der Halter des Fahrzeugs nicht der verantwortliche Fahrer ist, bekommt der Halter einen Zeugenfragebogen zugeschickt. Sollte sich der Halter weigern, Angaben zum Fahrzeugführer zu machen, so ist die Konsequenz die Auferlegung eines Fahrtenbuches ».

Bußgeldbescheid
Wird der verantwortliche Fahrzeugführer ermittelt, so kommt es zum Erlass eines Bußgeldbescheides. Im Bußgeldbescheid sind alle Sanktionen verzeichnet:

•    Bußgeld
•    Gebühren
•    Auslagen
•    Punkte, die ins Verkehrszentralregister eingetragen werden,
•    Gegebenenfalls Fahrverbot

Bußgeldbescheide werden mit Zustellurkunden verschickt, so dass die Ankunft des Briefes durch die Postzusteller dokumentiert wird.

Einspruch
Ein Einspruch muss innerhalb von 14 Tagen nach Zustellung des Bußgeldbescheides bei der Bußgeldstelle » eingegangen sein.

Fahrverbot
In der Regel muss der Führerschein nicht sofort sondern kann innerhalb von vier Monaten nach Bestandskraft des Bußgeldbescheides abgegeben werden.
Eine Stückelung des Fahrverbots (beispielsweise Zweimal zwei Wochen anstatt einem Monat) ist nicht möglich.

Hier erhalten Sie weitere Informationen zum Fahrverbot »

Wollen Sie sich über die aktuelle Straßenverkehrsordnung informieren oder sich einen Überblick über die Höhe der Bußgelder verschaffen, öffnen Sie bitte den entsprechenden Link:

Bußgeldkatalog Bußgeldsätze
Strafen und Bußgelder im Straßenverkehr Festsetzung
Straßenverkehrsordnung