Erteilung einer neuen Fahrerlaubnis nach Entzug oder Verzicht

Für die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis nach Entzug oder Verzicht ist ein Antrag auf Neuerteilung erforderlich.

Die Antragstellung auf Neuerteilung erfolgte persönlich bei der Führerscheinstelle, Stiller Weg 10, wenn der Hauptwohnsitz in der Stadt Oldenburg liegt.

Die Bearbeitung des Antrages dauert circa sechs bis acht Wochen. Sollte eine gerichtliche oder behördliche Sperrfrist zur Neuerteilung der Fahrerlaubnis festgesetzt worden sein, so ist die Annahme des Antrages frühestens 3 Monate vor Ablauf dieser Sperrfrist möglich.

Hinweis

Inwieweit der Nachweis einer ärztlichen, fachärztlichen oder medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) erforderlich ist, kann erst nach Prüfung des Antrages entschieden werden.

Wenn ein Fahrzeug (auch Fahrrad) mit 1,60 Promille oder mehr geführt wurde oder wiederholt mit Alkohol im Straßenverkehr aufgefallen wurde, ist die Anordnung einer medizinisch-psychologischen Untersuchung zwingend erforderlich. Dies gilt auch, wenn die Fahrerlaubnis wegen 8 Punkten oder mehr im Fahreignungsregister entzogen wurde. Wenn gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen wurde, ist ebenfalls die Anordnung einer medizinisch-psychologischen Untersuchung zwingend erforderlich.

Die Praxis oder die Begutachtungsstelle für Fahreignung, bei der  gegebenenfalls eine ärztliche oder medizinisch-psychologische Untersuchung durchgeführt wird, kann selbst ausgewählt werden. Informationen können direkt bei den Anbietern eingeholt werden.

Ob eine neue Fahrerlaubnisprüfung abgelegt werden muss, wird je nach Einzelfall entschieden.

 

Terminvereinbarung

Für die Bearbeitung des Anliegens ist ein Termin erforderlich. Hier können Sie Ihren Termin vereinbaren »

  • Antragsgebühr 135,00 Euro
    •   beim Führerschein auf Probe 135,80 Euro
  • Führungszeugnis 13,00 Euro

Hinweis

Bei einer Aktenanforderung nach Entzug oder Verzicht außerhalb von Oldenburg ist eine zusätzliche Gebühr in Höhe von 12,00 Euro zu entrichten.

Die Gebühren der Führerscheinstelle sind bei Antragstellung in bar oder mit EC-Karte zu entrichten.

 

 

 

 

Alle genannten Unterlagen müssen im Original vorgelegt werden!

  • gültiger Personalausweis oder Reisepass
  • aktuelles biometrietaugliches Lichtbild im Passbildformat »
  • Nachweis über die Teilnahme an einer "Schulung in erster Hilfe", falls dieser noch nicht vorgelegen hat.
    • Eine bis zum 31.03.2015 ausgestellte Bescheinigung über die "Erste Hilfe" (16 Stunden) wird weiterhin akzeptiert.

Zusätzlich sind folgende klassenspezifische Eignungsunterlagen erforderlich:

Für die Klassen AM, A1, A2, A, B, BE, L und T

  • Bescheinigung (nicht älter als zwei Jahre) über das Sehvermögen  von einer amtlich anerkannten Sehteststelle gemäß FeV

Für die Klassen C1, C1E, C, CE

  • eine ärztliche Bescheinigung (nicht älter als zwei Jahre) über die Untersuchung des Sehvermögens beziehungsweise ein Zeugnis einer Augenärztin/eines Augenarztes oder einer Ärztin/eines Arztes mit der Zusatzbezeichnung „Arbeitsmedizin“ oder „Betriebsmedizin“.
  • Bescheinigung über eine ärztliche Untersuchung (nicht älter als ein Jahr) von einer Ärztin/einem Arzt der Wahl oder einer Ärztin/einem Arzt mit der Zusatzbezeichnung „Arbeitsmedizin“ oder „Betriebsmedizin“.

Für die Klassen D1, D1E, D, DE

  • sämtliche Unterlagen für die Klassen C1, C1E, C und CE
  • Leistungspsychologische Gutachten 
    Diese Untersuchung kann durchgeführt werden bei einer Ärtzin/einem Arzt mit der Zusatzbezeichnung „Arbeitsmedizin“ oder „Betriebsmedizin“ oder Unternehmen, wenn diese über bestimmte Apparaturen verfügen, die die Reaktionsfähigkeit, Orientierungsleistung, Konzentrationsfähigkeit oder ähnliches testen dürfen.
  • Führungszeugnis (Behördenführungszeugnis Belegart 0).

§ 20 Fahrerlaubnisverordnung (FeV)

Neuerteilung Fahrerlaubnis
Wiedererteilung Fahrerlaubnis
Fahrerlaubnis, Erteilung nach Entzug oder Verzicht