EU-Kartenführerschein – Umtausch

Allgemeines

Liegt noch der alte Führerschein (grau oder rosafarben) vor, ist dieser in einen EU-Kartenführerschein unter Einhaltung gesetzlicher Umtauschfristen umzutauschen.

Wenn Sie im Besitz eines Führerscheins sind, der vor dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurde (egal ob es sich hierbei um den grauen, den rosafarbenen oder bereits einen Kartenführerschein handelt), besteht für Sie die Verpflichtung, diesen Führerschein in ein neues EU-einheitliches Dokument umzutauschen. Aber keine Eile mit dem Umtausch Ihres Führerscheins in den aktuellen EU-einheitlichen Kartenführerschein. Dieser Umtausch muss nicht „von heute auf morgen“ vorgenommen werden. Die Fristen, bis zu denen der Umtausch spätestens abgewickelt werden muss, umfassen einen Zeitraum vom 19. Januar 2022 bis zum 19. Januar 2033 – je nach Ihren Geburtsdatum beziehungsweise Ausstellungsdatum Ihres jetzigen Führerscheins.

Bearbeitungshinweis

Wir bitten darum, dass nur diejenigen ihren Umtausch beantragen, die hierzu gesetzlich verpflichtet sind.

Als erstes müssen die Personen, die zwischen 1953 und 1958 geboren wurden, ihre Papier-Führerscheine umtauschen. Sind die Personen aus diesen Jahrgängen bereits im Besitz eines Kartenführerscheines, ist ein Umtausch erst ab 2026 notwendig.

Aus organisatorischen Gründen können nicht alle gleichzeitig umgetauscht werden. Deshalb bitten wir, dass die 2. Umtauschgruppe der Jahrgänge 1959 bis 1964 erst in der zweiten Jahreshälfte 2022 den Umtausch beantragt. Alle anderen Führerscheininhaber werden gebeten, den Umtausch nicht in 2022, sondern in den unten genannten gesetzlich vorgesehenen Fristen, vorzunehmen.

Besteht eine Umtauschpflicht?

Ja, allerdings zeitlich gestaffelt nach Geburtsjahr der Inhaberin/des Inhabers bei Papierführerscheinen und Ausstellungdatum des Führerscheins bei EU-Kartenführerscheinen ohne Befristungsdatum.

Die Papierführerscheine müssen bis zu folgenden Daten umgestellt sein:

  • Geburtsjahr: vor 1953 – Umtauschfrist: 19. Januar 2033
  • Geburtsjahr: 1953 bis 1958 – Umtauschfrist: 19. Juli 2022
  • Geburtsjahr: 1959 bis 1964 – Umtauschfrist: 19. Januar 2023
  • Geburtsjahr: 1965 bis 1970 – Umtauschfrist: 19. Januar 2024
  • Geburtsjahr: 1971 oder später – Umtauschfrist: 19. Januar 2025

Die EU-Kartenführerscheine ohne Befristung müssen bis zu folgenden Daten umgestellt sein:

  • Ausstellungsjahr: 1999 bis 2001 – Umtauschfrist: 19. Januar 2026
  • Ausstellungsjahr: 2002 bis 2004 – Umtauschfrist: 19. Januar 2027
  • Ausstellungsjahr: 2005 bis 2007 – Umtauschfrist: 19. Januar 2028
  • Ausstellungsjahr: 2008 – Umtauschfrist: 19. Januar 2029
  • Ausstellungsjahr: 2009 – Umtauschfrist: 19. Januar 2030
  • Ausstellungsjahr: 2010 – Umtauschfrist: 19. Januar 2031
  • Ausstellungsjahr: 2011 – Umtauschfrist: 19. Januar 2032
  • Ausstellungsjahr: 2012 bis 18. Januar 2013 – Umtauschfrist: 19. Januar 2033

Hinweise
Führerscheininhaberinnen und -inhaber, deren Geburtsjahr vor 1953 liegt, müssen ihren Führerschein bis zum 19. Januar 2033 umtauschen, unabhängig vom Ausstellungsjahr des Führerscheins. Es ist ausreichend Zeit für eine Umstellung.

Die Antragstellung erfolgt persönlich bei der Stadt Oldenburg im Bürger- und Ordnungsamt, Bürgerbüro-Nord, Führerscheinstelle, Stiller Weg 10, wenn der Hauptwohnsitz in der Stadt Oldenburg liegt.

Für die Jahrgänge 1953 bis 1958, denen es nicht möglich war, den notwendigen Umtausch zeitgerecht vorzunehmen, müssen nicht befürchten, für diesen Verstoß mit einer Geldbuße belegt zu werden. Bund und Länder haben sich darauf verständigt, die Antragsfrist um sechs Monate bis zum 19. Juli 2022 zu verlängern.

Bestimmte Gruppen müssen allerdings ihren alten Führerschein tauschen, wenn sie weiterhin die bisherige Berechtigung in vollem Umfang behalten möchten.

Hiervon sind in erster Linie Personen betroffen, die das 50. Lebensjahr vollenden oder vollendet haben und eine Fahrerlaubnis der Klasse 2 besitzen, weil sie mit dem 50. Lebensjahr die Berechtigung, Fahrzeuge der Klasse 2 zu führen, verlieren.

Auch für Personen mit einer Fahrerlaubnis der Klasse 3 kann der Umtausch sinnvoll sein, weil damit alte Rechte gesichert werden können. Bei Beantragung des EU-Führerscheins kann auf Antrag die Klasse T und auch die Klasse CE79 » (PDF, 72 KB) (nur bis zum 50. Lebensjahr) erteilt werden, wenn diese Fahrzeuge geführt werden müssen. 

In der Anlage 3 der Fahrerlaubnisverordnung (FeV) sind die Umtauschtabellen zu finden »

Ein Umtausch ist zwingend erforderlich, wenn ein internationaler Führerschein, ein Führerschein zur Fahrgastbeförderung oder die Fahrerkarte erworben werden soll.

Im Übrigen ist ein Umtausch für alle Führerscheininhaberinnen und -inhaber sinnvoll, weil diese mit dem neuen EU-Führerschein Klarheit über den Umfang Ihrer Fahrberechtigung nach EU-Recht erhalten. Auch im Ausland erleichtert der EU-Führerschein die Verständigung mit den Ordnungskräften und bei der Anmietung von Kraftfahrzeugen.

Gültigkeit

Seit dem 19. Januar 2013 ausgestellte Führerscheine sind auf 15 Jahre befristet. Nach Ablauf dieser Gültigkeit muss ein neuer Führerschein ausgestellt werden. Diese Regelung dient insbesondere der Aktualisierung von Namen sowie des Lichtbildes.

Nach Ablauf der Befristung wird das Führerscheindokument nur verwaltungsmäßig umgetauscht.

Zusätzliche regelmäßige ärztliche Untersuchungen oder sonstige Prüfungen sind damit nicht mehr verbunden. Diese bestehen weiterhin lediglich für bestimmte Berufsgruppen mit besonderer Verantwortung (unter anderem für Berufskraftfahrerinnen und -fahrer, Busfahrerinnen und -fahrer).

Terminvereinbarung

Für die Bearbeitung des Anliegens ist ein Termin erforderlich. Hier können Sie Ihren Termin vereinbaren »

  • 30,40 Euro für die Verwaltungsgebühr sowie die Zusendung direkt nach Hause (die Entwertung des alten Führerscheines erfolgt bei der Antragstellung)
  • zuzüglich 25,40 Euro bei gewünschter Expresslieferung (Lieferzeit beträgt dann circa 2 bis 4 Tage)

Die Gebühren der Führerscheinstelle sind bei Antragstellung in bar oder mit EC-Karte zu entrichten.

Alle genannten Unterlagen müssen im Original vorgelegt werden!

  • Führerschein (der bisherige Führerschein kann behalten werden, wenn das Dokument entwertet wurde)
  • gültiger Personalausweis oder Reisepass
  • aktuelles biometrietaugliches Lichtbild im Passbildformat »
  • Karteikartenabschrift (Sofern der bisherige Führerschein von einer auswärtigen Behörde ausgestellt wurde.)

Hinweis

Die Karteikartenabschrift ist eine Bestätigung der Führerscheindaten. Um das Antragsverfahren zu beschleunigen, kann die Karteikartenabschrift bei der auswärtigen Behörde telefonisch oder schriftlich angefordert werden. Von dort wird diese direkt an die Führerscheinstelle gesandt oder gefaxt (Fax: 0441 235-3080).

  • Die Bearbeitungszeit beträgt circa drei Wochen.

§ 6 Absatz 6 Fahrerlaubnisverordnung (FeV)

§ 23, § 24 und § 76 Fahrerlaubnisverordnung (FeV)

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