Fahrtenbuch

Die Anordnung zur Führung eines Fahrtenbuches kommt immer dann in Betracht, wenn mit einem Fahrzeug eine erhebliche Verkehrsordnungswidrigkeit begangen wurde, welche jedoch nicht geahndet werden konnte, da beispielsweise der Fahrer nicht benannt wurde. Erheblich ist eine Verkehrsordnungswidrigkeit immer dann, wenn der Verstoß mit mindestens einem Punkt im Verkehrszentralregister in Flensburg eingetragen worden wäre. Die Dauer der Fahrtenbuchführung richtet sich nach der Schwere der begangenen Verkehrsordnungswidrigkeit.

  • Zweck

Die Fahrtenbuchanordnung soll sicherstellen, dass bei künftigen Verkehrsverstößen mit dem Fahrzeug die Feststellung des Fahrers ohne Schwierigkeiten möglich ist. Sie richtet sich an den Halter des Fahrzeugs und ist kostenpflichtig.

  • Zuständigkeit

Zuständig für die Anordnung und Überprüfung eines Fahrtenbuches ist die Behörde, in welchem Gebiet das Tatfahrzeug zugelassen ist.

  • Anforderungen an ein Fahrtenbuch

Gem. § 31 a Straßenverkehrszulassungsordnung müssen folgende Angaben für jede einzelne Fahrt aus dem Fahrtenbuch hervor gehen:

1. Vor dem Beginn
• Name, Vorname und Anschrift des Fahrzeugführers
• Amtliches Kennzeichen des Fahrzeugs,
• Datum und Uhrzeit des Beginns der Fahrt und

2. Nach deren Beendigung unverzüglich
• Datum und Uhrzeit sowie
• Unterschrift des Fahrzeugführers