Fleischhygieneüberwachung

Die unabhängige amtliche Kontrolle

innerhalb der Lebensmittelkette beginnt beim Schlachttier bereits im

Herkunfts-/Erzeugerbetrieb und erstreckt sich über die Schlachtung

hinaus bis zur Ladentheke („from stable to table“), ist also eine

wesentliche Aufgabe im gesundheitlichen Verbraucherschutz.

Die Fleischhygieneüberwachung beinhaltet insbesondere die

  • Untersuchung der lebenden Tiere vor/des Fleisches der Tiere nach der Schlachtung,
  • Untersuchung auf gesundheitliche Unbedenklichkeit für den Verbraucher (mikrobiologische Risiken, Rückstände), stichprobenartig oder bei konkretem Verdacht
  • Hygieneüberwachung von Schlachtbetrieben und Zerlegebetrieben einschließlich der Kontrolle der betrieblichen Eigenkontrollmaßnahmen zur Sicherstellung des gesundheitlichen Verbraucherschutzes
  • Überwachung der unschädlichen Beseitigung von untauglichem Fleisch/des Verkehrs mit tierischen Nebenprodukten,
  • Ausstellung der für den Handelsverkehr mit Fleisch/-erzeugnissen  erforderlichen amtlichen Atteste für den innereuropäischen Handel oder den Export in sogenannte Drittländer

Amtliche Schlachttier- und Fleischuntersuchung
Bei der sogenannten Schlachttieruntersuchung werden die lebenden Tiere bei der Anlieferung am Schlachthof unter anderem auf sichtbare Zeichen von Krankheiten kontrolliert, um festzustellen, ob von ihnen eine Gefahr für

den Menschen oder für Tiere ausgehen könnte (Zoonosen und Tierseuchen). Neben den tierseuchenrechtlichen Aspekten werden auch tierschutzrechtliche Belange überprüft und die sogenannte „Lebensmittelketteninformation“ eingesehen bevor die Schlachterlaubnis erteilt (oder gegebenenfalls versagt) wird. Neben den wichtigen

Untersuchungsbefunden am lebenden Tier werden im Verlauf des Schlachtvorganges auch Befunde des geschlachteten Tieres vom amtlichen Tierarzt erfasst und stehen dann dem Schlachtbetrieb und dem landwirtschaftlichen Erzeugerbetrieb zur Auswertung zur Verfügung.

Bei der Fleischuntersuchung wird das Fleisch auf seine Genusstauglichkeit für den Menschen hin untersucht. Diese Tätigkeit wird von amtlichen Tierärzten und Fachassistenten (Fleischkontrolleure) unter der Aufsicht

des Tierarztes durchgeführt. Auch die Überwachung der ordnungsgemäßen Entsorgung tierischer Nebenprodukte incl. der sogenannten Risikomaterialien (SRM) in Schlacht- und Zerlegungsbetrieben gehört zur Fleischuntersuchung. Die stichprobenartigen Untersuchungen auf Arzneimittelrückstände und mikrobiologische Untersuchungen sind ebenfalls Teil der amtlichen Fleischuntersuchung.

Amtliche Kennzeichnung
Durch seine Tätigkeit stellt der amtliche Tierarzt sicher, dass das Genusstauglichkeitskennzeichen nur bei Tieren angebracht wird, die der

Schlachttier- und Fleischuntersuchung unterzogen wurden. Somit ist der Genusstauglichkeitsstempel das äußere Kennzeichen dafür, dass das Fleisch verkehrsfähig ist und der Lebensmittelgewinnung zugeführt werden darf.

Untersuchung von Wild
Das zum Verbrauch im eigenen Haushalt verwendete oder nicht gewerblich abgegebene Wildfleisch

muss nicht zur Fleischuntersuchung angemeldet werden, wenn der Jäger keine gesundheitlich bedenklichen Merkmale festgestellt hat. Das gleiche gilt für unmittelbar nach dem Erlegen in geringen Mengen an nahegelegene Betriebe abgegebenes Wildfleisch.

Die Trichinenuntersuchung bei erlegten Wildschweinen wird im Landkreis Oldenburg durchgeführt. Die Stadt Oldenburg führt diese Untersuchung nicht mehr selbst durch. Wenden Sie sich hierzu bitte an das

Veterinäramt des Landkreises Oldenburg
Delmenhorster Straße 6
27793 Wildeshausen
Telefon: 04431 85-385
E-Mail: landkreis.oldenburg(at)oldenburg-kreis.de

  • EU-Verordnungen (sogenanntes Hygienepaket), Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB) sowie die dazu ergangenen Ausführungsgesetze/Verordnungen und sonstige Vorschriften (zum Beispiel Herstellungs- und Kennzeichnungsvorschriften, Leitsätze der Deutschen Lebensmittelbuch- Kommission usw.)
Amtliche Schlachttier- und Fleischuntersuchung