Wichtig: Aktuelle Hinweise zur Erreichbarkeit

Aufgrund der Corona-Pandemie gibt es in einigen Bereichen derzeit geänderte Erreichbarkeiten. Die aktuell geltenden Regelungen können Sie hier einsehen »

Schüler - BAföG

Der Fachdienst „Soziale Hilfen“ der Stadt Oldenburg ist nur für die Förderung von Schülerinnen und Schülern in einer schulischen Ausbildung zuständig. Informationen zu anderen Ausbildungsförderungen gibt es hier »

Ziel des BAföG ist es, jedem jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, unabhängig von seiner sozialen und wirtschaftlichen Situation eine Ausbildung zu absolvieren. Eine qualifizierte Ausbildung soll nicht an fehlenden finanziellen Mitteln der Auszubildenden oder des Auszubildenden scheitern.

Einen Flyer mit Informationen zum BAföG für Schülerinnen und Schüler finden Sie unter dem Reiter "Formulare".

1. Voraussetzungen

Für eine Förderung der angestrebten Ausbildung nach dem BAföG sind folgende Bedingungen zu erfüllen:

  • Förderungsfähigkeit der Ausbildung
  • Erfüllung der persönlichen Voraussetzungen und
  • Ausbildungsbedarf ist nicht durch eigenes Einkommen und Vermögen sowie das der Ehepartnerin oder des Ehepartners, der eingetragenen Lebenspartnerin oder des eingetragenen Lebenspartners und der Eltern gedeckt.

2. Zuständigkeit

Die Stadt Oldenburg ist für Schülerinnen und Schüler zuständig, die in Oldenburg an Abendgymnasien, Kollegs und Berufsoberschulen ihre Ausbildung absolvieren.

Für alle anderen Schülerinnen und Schüler ist die Stadt- oder Kreisverwaltung am Wohnort der Eltern zuständig.

Ausnahme: Die Stadt Oldenburg ist zuständig, wenn die Schülerin oder der Schüler seinen beziehungsweise ihren Hauptwohnsitz in Oldenburg haben und die Schülerin oder der Schüler

  • verheiratet ist/war oder
  • beide Elternteile nicht mehr leben oder
  • die Elternteile in unterschiedlichen Städten/Landkreisen wohnen
  • eine Fachschule besucht, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt.

3. Anspruchsberechtigung

Ausbildungsförderung für Schülerinnen und Schüler wird geleistet für den Besuch von

  1. weiterführenden allgemeinbildenden Schulen ab Klasse zehn, Berufsfachschulen ab Klasse zehn (deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht voraussetzt und die keinen berufsqualifizierenden Abschluss vermitteln), Fach- und Fachoberschulklassen (deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht voraussetzt)
  2. Berufsfachschulen und Fachschulklassen
    (deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht voraussetzt, sofern sie in einem zumindest zweijährigen Bildungsgang einen berufsqualifizierenden Abschluss vermitteln)
  3. Abendhauptschulen, Berufsaufbauschulen, Abendrealschulen und Fachoberschulklassen (deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt)
  4. Abendgymnasien, Kollegs und Berufsoberschulen und Fachschulen (deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt)

Hinweis

Die Schulformen aus der Nummer 1 werden nur gefördert, wenn die Schülerinnen und Schüler nicht mehr bei den Eltern wohnen und eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt wird:

  • eine entsprechende Ausbildungsstätte ist zu weit vom Elternhaus entfernt
  • eigener Haushalt besteht und die Schülerin oder der Schüler ist verheiratet oder geschieden
  • eigener Haushalt besteht und die Schülerin oder der Schüler betreut mindestens ein eigenes Kind

4. Förderungshöhe (Grundbedarf)

Folgende maximale Förderung ist bei den genannten Ausbildungsstätten möglich:

Ausbildungsstätte   Bei den Eltern wohnend    Nicht bei den Eltern wohnend
Schulformen der Nummer 1       keine Förderung     585 Euro
Schulformen der Nummer 2    247 Euro     585 Euro
Schulformen der Nummer 3    448 Euro     681 Euro
Schulformen der Nummer 4    454 Euro     723 Euro

Hinweise

  • Die Kosten der Unterkunft sind im Grundbedarf enthalten.
  • Schulgeld und weitere Kosten können nicht gewährt werden.
  • Sind Schülerinnen und Schüler beitragspflichtig in der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung und der Pflegeversicherung versichert, erhöht sich der Grundbedarf um 109 Euro.
  • Für Schülerinnen und Schüler die mit mindestens einem eigenen Kind, dass das vierzehnte Lebensjahr noch nicht vollendet hat, in einem Haushalt leben, erhöht sich der Grundbedarf für jedes Kind um monatliche 140 Euro.

5. Antragstellung

Für die Antragsstellung sind die vorgeschriebenen Formblätter zu verwenden. Diese finden sie auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung »

Der Antrag auf BAföG kann auch online gestellt werden »

6. Bewilligungszeitraum

Die Förderung erfolgt zum Monat in dem die Ausbildung begonnen wird, frühestens jedoch zum Beginn des Antragsmonats.

Eine Bewilligung ist rückwirkend nicht möglich.

Für jedes Schuljahr ist ein neuer Antrag zu stellen

Wir empfehlen, den Erst- beziehungsweise Wiederholungsantrag zwei Monate vor Beginn der Ausbildung beziehungsweise vor Ende des Bewilligungszeitraumes zu stellen.

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im ServiceCenter der Stadt Oldenburg stehen für weitere telefonische Informationen unter der Servicedurchwahl 0441 235-4444 in der Zeit von montags bis freitags zwischen 7 bis 18 Uhr zur Verfügung und helfen gerne weiter.

Für den Besuch eines Abendgymnasiums, Kollegs oder einer Berufsoberschule (elternunabhängige Förderung) benötigen Sie folgende Formblätter:

  • Antrag auf Ausbildungsförderung (Formblatt 1)
  • Bankbestätigung
  • Schulischer und beruflicher Werdegang (Anlage zum Formblatt 1)
  • Bescheinigung nach § 9 BAföG (Formblatt 2)
  • Mietbescheinigung / Wohnungsgeberbescheinigung
  • gegebenenfalls Antrag auf Kinderbetreuungszuschlag
  • gegebenenfalls Einkommenserklärung des Ehepartners/eingetragenen Lebenspartners mit Einkommensnachweisen

Für den Besuch der übrigen Ausbildungsstätten (elternabhängige Förderung) werden folgende zusätzliche Formblätter benötigt:

  • Einkommenserklärung der Mutter und des Vaters (Formblatt 3) mit Einkommensnachweisen
  • Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG)