Schüler - BAföG

Der Fachdienst „Besondere Soziale Hilfen“ der Stadt Oldenburg ist nur für die Förderung von Schülerinnen und Schülern in einer schulischen Ausbildung zuständig. Informationen zu anderen Ausbildungsförderungen finden Sie hier »

Ziel des BAföG ist es, jedem jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, unabhängig von seiner sozialen und wirtschaftlichen Situation eine Ausbildung zu absolvieren. Eine qualifizierte Ausbildung soll nicht an fehlenden finanziellen Mitteln der Auszubildenden oder des Auszubildenden scheitern.

Zu folgenden Punkten finden Sie Informationen auf dieser Seite
1. Voraussetzungen
2. Zuständigkeit
3. Anspruchsberechtigung
4. Förderungshöhe (Grundbedarf)
5. Antragstellung

6. Bewilligungszeitraum

1. Voraussetzungen

Für eine Förderung der angestrebten Ausbildung nach dem BAföG sind folgende Bedingungen zu erfüllen:

  • Förderungsfähigkeit der Ausbildung
  • Erfüllung der persönlichen Voraussetzungen und
  • Ausbildungsbedarf ist nicht durch eigenes Einkommen und Vermögen sowie das der Ehepartnerin oder des Ehepartners, der eingetragenen Lebenspartnerin oder des eingetragenen Lebenspartners und der Eltern gedeckt.

2. Zuständigkeit

Die Stadt Oldenburg ist für Schülerinnen und Schüler zuständig, die in Oldenburg an Abendgymnasien, Kollegs und Berufsoberschulen ihre Ausbildung absolvieren.

Für alle anderen Schülerinnen und Schüler ist die Stadt- oder Kreisverwaltung am Wohnort der Eltern zuständig.

Ausnahme: Die Stadt Oldenburg ist zuständig, wenn die Schülerin oder der Schüler seinen bzw. ihren Hauptwohnsitz in Oldenburg haben und die Schülerin oder der Schüler

  • verheiratet ist/war oder
  • beide Elternteile nicht mehr leben oder
  • die Elternteile in unterschiedlichen Städten/Landkreisen wohnen
  • eine Fachschule besucht, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt.

3. Anspruchsberechtigung

Ausbildungsförderung für Schülerinnen und Schüler wird geleistet für den Besuch von

  1. weiterführenden allgemeinbildenden Schulen ab Klasse 10, Berufsfachschulen ab Klasse 10 (deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht voraussetzt und die keinen berufsqualifizierenden Abschluss vermitteln), Fach- und Fachoberschulklassen (deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht voraussetzt)
  2. Berufsfachschulen und Fachschulklassen
    (deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht voraussetzt, sofern sie in einem zumindest zweijährigen Bildungsgang einen berufsqualifizierenden Abschluss vermitteln)
  3. Abendhauptschulen, Berufsaufbauschulen, Abendrealschulen und Fachoberschulklassen (deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt)
  4. Abendgymnasien, Kollegs und Berufsoberschulen und Fachschulen (deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt)

Hinweis

Die Schulformen aus der Nummer 1 werden nur gefördert, wenn die Schülerinnen und Schüler nicht mehr bei den Eltern wohnen und eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt wird:

  • eine entsprechende Ausbildungsstätte ist zu weit vom Elternhaus entfernt
  • eigener Haushalt besteht und die Schülerin oder der Schüler ist verheiratet oder geschieden
  • eigener Haushalt besteht und die Schülerin oder der Schüler betreut mindestens ein eigenes Kind

4. Förderungshöhe (Grundbedarf)

Folgende maximale Förderung ist bei den genannten Ausbildungsstätten möglich:

Ausbildungsstätte   Bei den Eltern wohnend    Nicht bei den Eltern wohnend
Schulformen der Nummer 1       keine Förderung     580,00 Euro
Schulformen der Nummer 2    243,00 Euro     580,00 Euro
Schulformen der Nummer 3    439,00 Euro     675,00 Euro
Schulformen der Nummer 4    446,00 Euro     716,00 Euro

Hinweise

  • Die Kosten der Unterkunft sind im Grundbedarf enthalten.
  • Sind Schülerinnen und Schüler beitragspflichtig in der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung und der Pflegeversicherung versichert, erhöht sich der Grundbedarf um 109,00 Euro.
  • Für Schülerinnen und Schüler  die mit mindestens einem eigenen Kind, dass das vierzehnte Lebensjahr noch nicht vollendet hat, in einem Haushalt leben, erhöht sich der Grundbedarf für jedes Kind um monatliche 140,00 Euro.

5. Antragstellung

Für die Antragsstellung sind die vorgeschriebenen Formblätter zu verwenden. Diese erhalten sie im Amt für Teilhabe und Soziales oder als Download am Ende der Seite.

Sie können den Antrag auch Online stellen unter: hier »

Weitere Informationen zu den einzureichenden Unterlagen finden Sie unter dem Punkt „Notwendige Unterlagen“.

6. Bewilligungszeitraum

Die Förderung erfolgt zum Monat in dem die Ausbildung begonnen wird, frühestens jedoch zum Beginn des Antragsmonats.

Eine Bewilligung ist rückwirkend nicht möglich.

Für jedes Schuljahr ist ein neuer Antrag zu stellen

Wir empfehlen, den Erst- beziehungsweise Wiederholungsantrag zwei Monate vor Beginn der Ausbildung beziehungsweise vor Ende des Bewilligungszeitraumes zu stellen.

Ansprechpartner

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im ServiceCenter der Stadt Oldenburg stehen Ihnen für weitere telefonische Informationen unter der Servicedurchwahl 0441 235-4444 in der Zeit von montags – freitags zwischen 7 bis 18 Uhr zur Verfügung und helfen Ihnen gerne weiter.

Für den Besuch eines Abendgymnasiums, Kollegs oder einer Berufsoberschule (elternunabhängige Förderung) benötigen Sie folgende Formblätter:

  • Antrag auf Ausbildungsförderung (Formblatt 1)
  • Bankbestätigung
  • Schulischer und beruflicher Werdegang (Anlage zum Formblatt 1)
  • Bescheinigung nach § 9 BAföG (Formblatt 2)
  • Mietbescheinigung / Wohnungsgeberbescheinigung
  • gegebenenfalls Antrag auf Kinderbetreuungszuschlag
  • gegebenenfalls Einkommenserklärung des Ehepartners/eingetragenen Lebenspartners mit Einkommensnachweisen

Für den Besuch der übrigen Ausbildungsstätten (elternabhängige Förderung) benötigen Sie zusätzlich folgende Formblätter:

  • Einkommenserklärung der Mutter und des Vaters (Formblatt 3) mit Einkommensnachweisen
  • Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG)