Wassergefährdende Stoffe

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Allgemeines:

Die Gefahren von Gewässerverschmutzungen beziehungsweise -verunreinigungen nehmen durch den steigenden Umgang mit wassergefährdenden Stoffen ständig zu.

Wassergefährdende Stoffe sind feste, flüssige oder gasförmige Stoffe, die geeignet sind, nachhaltig die physikalische, chemische oder biologische Beschaffenheit des Wassers zu verändern.

Beispiele:

  • Mineral- und Teeröle sowie deren Produkte
  • Säuren und Laugen
  • Halogene (Flour/Chlor/Brom/Jod)
  • flüssige sowie wasserlösliche Kohlenwasserstoffe, Alkohol
  • halogene-, stickstoff- und schwefelhaltige Verbindungen
  • Gifte

Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen unterliegen den Bestimmungen des Wasserhaushaltsgesetzes und des Niedersächsischen Wassergesetzes (§§62,63 WHG in Verbindung mit § 101ff NWG).

Bei den Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen unterscheidet man Anlagen zum Herstellen, Behandeln oder Verwenden (HBV-Anlagen, zum Beispiel Lack- oder Reinigungsmittelherstellung, Hydraulikaufzüge etc.) sowie Anlagen zum Lagern, Umschlagen und Abfüllen (LAU-Anlagen, zum Beispiel Tankstellen und Tankanlagen, Chemikalien- oder Mineralöllager, Heizöltanks » etc.) wassergefährdender Stoffe.

Die allgemeinen und technischen Anforderungen an solche Anlagen wurden bisher in der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen und über Fachbetriebe (VAwS ») konkretisiert, welche aber seit April 2017 durch die neue Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV ») abgelöst wurde.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche, anlagenbezogene, als „Technische Regel wassergefährdender Stoffe“, veröffentlichte Arbeitsblätter der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (kurz DWA). Näheres unter www.dwa.de ».

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  • Wer Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen einbauen, aufstellen, betreiben, stilllegen, wieder in Betrieb nehmen oder wesentlich ändern will, hat das der unteren Wasserbehörde mit dem unten zur Verfügung stehenden Formular anzuzeigen.
  • Alle Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen unterliegen abhängig von ihrer Gefährdungsstufe (siehe §§ 3, 39 AwSV) grundsätzlich der Prüfpflicht durch einen hierfür zugelassenen Sachverständigen nach §§ 52, 53 Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV »).
VAwS
AwSV