Immer in Bewegung für Oldenburgs Straßen

Eine Radtour der anderen Art mit dem Team Straßenaufsicht

Es ist früh am Morgen in der Oldenburger Innenstadt. Trotz der Morgensonne ist bis auf ein paar Fußgängerinnen und Fußgänger und Lieferfahrzeuge noch nicht viel los auf den sonst so belebten Einkaufsstraßen. Perfekte Bedingungen für die Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Team Straßenaufsicht. Sie kontrollieren das, was wortwörtlich die Grundlage unserer täglichen Mobilität ist: das Straßen- und Wegenetz. Da das Stadtgebiet so umfangreich ist, teilt sich das Team Straßenaufsicht in fünf Bereiche auf. Diese festen Bezirke werden in regelmäßigen Abständen mit dem Fahrrad abgefahren, um Schäden möglichst früh zu erkennen. Auf dieser Suche nach Schäden ist der Fachdienst Kommunikation heute mit dabei: Es ist ungewohnt, den Blick einmal nicht über die hübschen Fassaden und bunten Schaufenster der Innenstadt wandern zu lassen. Stattdessen gilt unsere Aufmerksamkeit heute den Steinen zu unseren Füßen. Manchmal steht bereits zu Beginn einer Tour fest, an welchen Stellen durch Baumaßnahmen oder ähnliches mögliche Schäden entstanden sein können. Die erste heute angefahrene Stelle in der Haarenstraße ist so eine. Gründlich wird der Boden inspiziert, es sind jedoch keine Schäden zu entdecken.

Alles griffbereit

Falls die Kolleginnen und Kollegen der Straßenaufsicht doch zur Tat schreiten müssen, ist alles parat: In den geräumigen Fahrradtaschen finden sich ein handliches Gerät zur Schadenserfassung, mit dem alles fotografiert und protokolliert werden kann, sowie Zettel und Stift. Neben diesen Utensilien zur Beweissicherung gehören einige Routen-Karten zum Equipment. Besonders praktisch sind diese detaillierten Karten, wenn mal das Gebiet eines anderen Teammitglieds vertretungsweise übernommen werden muss.

Oldenburger Mistwetter

Für eine Arbeit, die zu so großen Teilen unter freiem Himmel stattfindet, ist es dabei natürlich von Vorteil, wenn das Wetter mitspielt, doch besonders nach einem typischen Oldenburger Regenschauer wollen die Straßen auf mögliche Schäden überprüft werden. Immer in Bewegung ist nämlich nicht nur das Team der Straßenaufsicht, sondern auch die Straße selbst. Denn keine Straße, egal ob aus Pflastersteinen oder aus Beton, ist hundertprozentig starr und ohne Eigenleben. Besonders einsickerndes Wasser kann dabei so einiges durcheinanderbringen, weshalb nach jedem Regenschauer besondere Aufmerksamkeit geboten ist!

Weg der Schadensmeldung

Den Blick weiter über Plätze und Straßen schweifen lassend setzen wir unseren Weg fort – und werden fündig: Seitlich des Pius-Hospitals befindet sich ein loser Pflasterstein, der sich bei jeder Überfahrt akustisch schon bemerkbar macht. Das Problem besteht hier in der Kurve, die Autos aufgrund der Sackgasse fahren müssen, weiß das Team Straßenaufsicht. In der Grünen Straße kann nun zur Tat geschritten werden. Dazu wird der Schaden im Detail festgehalten, bevor die genauen Informationen zu Position und Ausmaß an den Bauhof weitergeleitet werden, der sich innerhalb weniger Tage um die Instandsetzung kümmert.

Blick nach unten

Als wir den Straßenschaden genau in Augenschein nehmen, spricht uns ein Bürger an und lobt, dass der Straßeninstandsetzung hier ein so großer Wert beigemessen wird. Wer dabei unterstützen möchte, kann entdeckte Schäden online angeben ». So können alle dazu beitragen, dass unsere täglichen Wege in Oldenburg auch weiterhin bestmöglich zurückgelegt werden können. Dass sich dafür unter unseren Füßen viel mehr abspielt, als uns manchmal bewusst ist, wurde bei dieser Tour durch die Innenstadt einmal mehr vor Augen geführt – und, dass sich immer auch mal der Blick nach unten lohnt.