KIBUM endet mit neuem Besucherrekord

Harry Potter verzaubert Jung und Alt

Die Stadt und die Universität Oldenburg blicken auf erfolgreiche KIBUM-Tage zurück, in denen die englische Kinder- und Jugendliteratur im Mittelpunkt stand. Kurz vor Ende der 45. Kinder- und Jugendbuchmesse zogen die beiden Veranstalter am Montag, 18. November 2019, eine positive Bilanz: „Eine Vielzahl an ausgebuchten Veranstaltungen und Tausende begeisterte junge Leserinnen und Leser haben wieder für eine erfolgreiche KIBUM gesorgt“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Mehr als 35.000 Besucherinnen und Besucher haben in diesem Jahr die Buchmesse und deren Veranstaltungen aufgesucht. „Die KIBUM hat seit langem eine Leuchtturmwirkung für Oldenburg und trägt auch überregional viel zur Attraktivität unserer Stadt bei“, so Krogmann weiter.

Rekorde am Vormittag
Schon einen Tag vor Messeende war absehbar, dass bei den anmeldepflichtigen Veranstaltungen und Messebesuchen in den Vormittagsstunden erneut ein Rekord aufgestellt wird: 389 angemeldete Kita-Gruppen und Schulklassen mit insgesamt 16.168 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen wurden gezählt, mit dabei auch Berufsschulklassen und Studiengruppen. 68 Prozent der angemeldeten Gruppen kamen aus Oldenburg, 32 Prozent aus dem Umland. Das Einzugsgebiet erstreckte sich von Bremerhaven bis Hildesheim, von Moormerland bis zum Heidekreis. Der Radius der Tagesbesucherinnen und -besucher reichte von Neuruppin bis nach Stuttgart.

2.150 Neuerscheinungen wurden präsentiert
2.150 Neuerscheinungen deutschsprachiger Kinder- und Jugendmedien wurden dieses Jahr auf der Messe präsentiert. Das Kulturzentrum PFL verwandelte sich dabei wieder in eine riesige bezaubernde Leselandschaft, jeder freie Quadratmeter wurde zum Lesen oder Vorlesen genutzt. Zahlreiche Rückmeldungen bestätigten: der alljährliche Besuch der KIBUM ist in vielen Familien zu einer liebgewonnen und unverzichtbaren Tradition geworden. Im KIBUM-Medienraum begeisterten diesjährig die Lernspiele Kinder, Eltern und pädagogische Fachkräfte.

Schwerpunkt englische Kinder- und Jugendliteratur
Die 45. KIBUM lud dazu ein, die Vielfalt der englischen Kinder- und Jugendliteratur (neu) zu entdecken. Für Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper ein gelungener Schwerpunkt: „Ob Hogwarts oder Paddington: Wer Bücher aus Großbritannien liest, begibt sich an wundersame Orte und begegnet oft auch skurrilen Gestalten. Wie sehr dies die Phantasie von Groß und Klein beflügelt und die Lust auf neuen Lesestoff weckt, hat die diesjährige KIBUM wieder eindrucksvoll gezeigt.“ Viele glückliche Kinder bedankten sich nach den zweisprachigen Lesungen direkt bei den britischen Autorinnen und Autoren mit einem begeisterten „thank you!“.

Prominente Gäste loben KIBUM
Ein Highlight des Eröffnungswochenendes stellten die beiden großen Veranstaltungen mit Harry-Potter-Illustrator Jim Kay und Rufus Beck in der Kulturetage dar. Diese waren ebenso wie die Grüffelo-Theater-Events und die Figurentheater in den Stadtteilbibliotheken restlos ausgebucht. Am Montagvormittag füllten die Bildervorträge von Jim Kay gleich zweimal die Aula der Cäcilienschule mit insgesamt eintausend interessierten Schülerinnen und Schülern. Jim Kay resümierte: „Die KIBUM und Oldenburg stehen exemplarisch für alles Gute in Deutschland: nette Menschen und ein Gespür für Kultur. Es war eine große Freude, alte und junge Menschen kennenzulernen, die ihre Liebe zu Büchern gezeigt haben. Vielen Dank an die Organisatoren und das KIBUM-Publikum, die mir das Gefühl gaben, willkommen zu sein, und mich daran erinnerten, wie wichtig Kinderbücher für die Gestaltung unserer Zukunft und die Bereicherung unserer Gegenwart sind.“ Der renommierte britische Jugendbuchautor Kevin Brooks lobte die KIBUM ausdrücklich als das „bestorganisierte Kinder- und Jugendbuchfestival“, das er je erlebt hat.

Rahmenprogramm mit großem Zulauf
Neben den Veranstaltungen mit Jim Kay und der Ausstellung „Harry Potter und der Feuerkelch – Magische Illustrationskunst von Jim Kay“ in der Peterstraße erhielt auch das umfangreiche Rahmenprogramm mit Lesungen des Schauspielers René Schack und Zaubershows von Jan Sommer regen Zulauf. Bisher wurden bereits mehr als 7.000 kleine und große Besucherinnen und Besucher im Ausstellungszentrum gezählt, auch das sind deutlich mehr als im Vorjahr. Zusammen mit den feuerroten KIBUM-Buchstaben vor dem Kulturzentrum PFL etablierte sich die überdimensionale Leinwand mit dem Harry-Potter-Motiv im Eingangsbereich der Ausstellung zum äußerst beliebten Selfie-Standort.

Fachdidaktische und wissenschaftliche Perspektiven auf „Britishness“
Was ist eigentlich typisch britisch? Um diese Frage drehte sich die Veranstaltung „Variationen von Britishness“ der Forschungsstelle Kinder- und Jugendliteratur (OLFOKI) der Universität Oldenburg, die sich vor allem an Lehrerinnen und Lehrer sowie Studien- und Fachseminarleiterinnen und -leiter richtete. Die Oldenburger Anglisten Prof. Dr. Anton Kirchhofer und Prof. Dr. Martin Butler und die Englisch-Didaktiker Prof. Dr. Wolfang Gehring und Dr. Sylke Bakker luden die Gäste ein, gemeinsam mit ihnen darüber zu diskutieren, wie Literatur, Popmusik, Filme oder Unterrichtsmaterialen britische Kultur repräsentieren und wie diese helfen, den Begriff der „Britishness“ zu verstehen. Die Veranstaltung kombinierte fachdidaktische und wissenschaftliche Perspektiven und regte aus Sicht aller einen lebendigen Austausch an.

Dank an Förderer
Die beiden Veranstalter, Stadt und Universität Oldenburg, bedanken sich ausdrücklich bei den Förderern des Projektes, ohne deren Unterstützung die KIBUM 2019 in ihrer Qualität und Fülle des Programms nicht möglich gewesen wäre: bei den Hauptförderern, Oldenburgische Landesbank AG (OLB) und EWE Stiftung, CEWE, der Stiftung der Metallindustrie im Nord-Westen, energy & meteo systems sowie MPA Flashlight.

Ausstellungen noch bis 1. Dezember
Die Harry-Potter-Ausstellung und die Ausstellung „Zeich(n)en für ein Europa“ laufen noch über die KIBUM hinaus und sind bis zum 1. Dezember in der Peterstraße 1 kostenfrei zu sehen. Die KIBUM-Bücher werden im Anschluss in Lörrach und Ulm gezeigt

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