Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis 2019

Jury nominiert drei Werke

Für den Kinder- und Jugendbuchpreis 2019 der Stadt Oldenburg nominiert die Jury drei Autorinnen. Bekannt gegeben wird die Preisträgerin am Abend der Verleihung am Montag, 18. November 2019. In die nähere Auswahl kommen ein Kinderbuch sowie zwei Jugendbuchmanuskripte.

212 Erstlingswerke (149 Manuskripte, 63 Bücher) wurden insgesamt eingereicht und von der Jury gesichtet und beurteilt. Die Jury entschied sich schließlich für folgende Autorinnen und Werke:

  • Tanja Fabsits » aus Klosterneuburg mit ihrem Kinderbuch „Der Goldfisch ist unschuldig" (Tyrolia Verlag)
  • Nora Hoch » aus Berlin mit ihrem Jugendbuchmanuskript „Das Salzwasserjahr“
  • Christine Zureich » aus Konstanz mit ihrem Jugendbuchmanuskript „Ellens Song“

Stimmen der Jury:

Prof. Dr. Tobias Kurwinkel: „Das Besondere an dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis sind für mich ein jedes Mal die Manuskripte, die Erstversuche der Autorinnen und Autoren. Manchmal sind Texte darunter, die noch kein professionelles Lektorat erfahren haben, in denen aber bereits alles angelegt, alles vorhanden ist, was ein Buch für Kinder oder Jugendliche braucht. Sie sind wie Rohdiamanten, die noch auf ihren Feinschliff warten, diese Manuskripte. Zwei solcher Edelsteine in Buchform haben wir auch dieses Mal gefunden – und nominieren können, worüber ich mich sehr freue.“

Birgit Müller-Bardorff: „Viele der Einsendungen zum Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis spiegeln literarische Moden wieder und widmen sich Themen, die im Kinder- und Jugendbuch im Trend liegen: Familienleben in all seinen Spielarten, Freundschaft und erste Liebe, pubertäre Selbstfindung und Selbstbehauptung, Fantasy- und Abenteuerstoffe.  Da gilt es die herauszufinden, die eine eigene Stimme in die Jugendliteratur bringen, ungewöhnliche Charaktere einführen und sich durch eine spannende Erzählperspektive abheben.“

Christine Paxmann: „Was uns immer wieder überrascht, ist, welcher Konsens nach einer Reihe von temperamentvoll geführten Diskussionen doch herrscht. Das macht auch uns Juroren Freude, zu erleben, dass wir mit unserer sehr unterschiedlichen Herangehensweise doch zu einer Auswahl kommen, der wir viel zutrauen. Und darum geht es: mit diesem Preis Inspiration zu geben und Autorinnen und Autoren etwas zuzutrauen. Wir lassen uns gerne überzeugen.“

Mehrdad Zaeri: „Als frisch gebackener Juror war für mich die große Anzahl der eingereichten Werke die erste Faszination dieses Projekts. Mich begeisterte die große Vielfalt der inhaltlichen und gestalterischen Möglichkeiten, die die Autorinnen und Autoren sowie die Illustratorinnen und Illustratoren nutzen. Da ich keinen akademischen Zugang zur Literatur habe, bewerte ich die Bücher und Manuskripte nach intuitiven und emotionalen Kriterien. Das Buch muss mich nachhaltig beschäftigen können, in mir den Wunsch erwecken, darin später im Kopf und im Herzen hin- und her zu blättern. Was mir bei den diesjährigen Arbeiten besonders fehlte, war der Schwerpunkt Illustration. Ich hoffe, dass sich künftig mehr Illustratorinnen und Illustratoren beim Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis zuhause fühlen.“

Katharina Zedler: „Dieses Jahr saß ich zum ersten Mal in der Jury des Kinder- und Jugendbuchpreises. Durch die Arbeit mit den Einsendungen und den anderen Jurymitgliedern habe ich viele neue Eindrücke und eine ganz neue Perspektive auf das Arbeiten mit und an Büchern erhalten.  Interessant sind die unterschiedlichsten Richtungen und die große Auswahl an behandelten Themen: vom Fantasyroman und der Thematisierung von Depressionen und anderen Krankheiten bis hin zu Tierbilderbüchern war alles vertreten, was das Lesen sehr abwechslungsreich und dadurch spannend gestaltet hat.“