Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis 2021

Jury nominiert drei Werke

Für den diesjährigen Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Oldenburg hat die Jury drei Autorinnen nominiert. Bekannt gegeben wird die Preisträgerin am Freitag, 19. November.

In die nähere Auswahl kommen in diesem Jahr ein Bilderbuchmanuskript, ein Jugendbuchmanuskript und ein Jugendbuch. 272 Erstlingswerke (187 Manuskripte, 85 Bücher – 2020: 342) wurden insgesamt eingereicht und von der Jury gesichtet und beurteilt.

Die diesjährige Jury hat sich schließlich für folgende Werke entschieden:

Die Verleihung wird am 19. November um 15 Uhr als kosten- und barrierefreier Stream unter www.youreventonline.de/okjb live übertragen.

Stimmen der Jury

Prof. Dr. Tobias Kurwinkel:

„Das Besondere an dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis sind für mich ein jedes Mal die Manuskripte, die Erstversuche der Autorinnen und Autoren. Es sind immer wieder großartige Texte unter diesen Versuchen – wie auch bei diesem Mal: Von den drei Nominierungen sind zwei Manuskripte: Ein Jugendroman und ein Bilderbuch, worüber ich mich ganz besonders freue.“

Markus Lefrançois:

„Mich hat die große Zahl der Einsendungen überrascht, die auch mal 200 bis 300 Seiten lange Geschichten beinhalteten. Mit welcher Akribie, Ausdauer und Liebe zum Detail zum Teil am Erstlingswerk gearbeitet und gefeilt worden ist, verdient meinen vollen Respekt! Als Illustrator hätte ich mir natürlich sehr viel mehr bildgewaltige Einreichungen für diesen Bereich gewünscht!
Wie sehr freue ich mich aber, dass eines der 3 ausgewählten Bücher ein Bilderbuch ist! Wunderbar!
Als neuaufgenommenes Mitglied der Jury war ich absolut gespannt, welchen Umgang(-ston) wir miteinander pflegen werden, mit welch weichen oder harten Bandagen um die eigenen Favoriten gefeilscht und/oder gestritten wird. Die Entscheidung einer so gut durchmischten Jury darf ja gern in emotionaler Diskussion gefunden werden!
Am Ende waren alle glücklich und zufrieden mit unserer gemeinsamen Entscheidung."

Birgit Müller-Bardorff:

„Auffallend bei den diesjährigen Einsendungen: Viele Autorinnen und Autoren setzen sich jetzt in ihren Texten mit dem Themenkomplex auseinander, für den diese Generation junger Menschen steht wie keine andere: Klimakatastrophe, Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Dagegen ein „Dauerbrenner“ im Kinder- wie im Jugendbuch: Familien in unterschiedlichen Konstellationen, in denen die Protagonisten ihren Standpunkt suchen. Und noch etwas fiel in diesem Jahr ins Auge: Autorinnen und Autoren, die bereits Drehbücher, Theaterstücke und Romane verfasst haben, weiten ihr schriftstellerisches Spektrum mit dem Genre der Kinder- und Jugendliteratur aus. Ein schönes Signal für deren Bedeutung.“

Christine Paxmann:

„Gegenüber ersetzt kein Miteinander. Nach bald zwei Jahren digitalen Austauschs hatten wir als Jury bei der analogen Nominierungssitzung, also „voll in echt“, das Gefühl, endlich wieder lebendig diskutieren zu können. Es waren gute Debatten. Mit Händen und Füßen diskutieren, sich ins Wort fallen, aufspringen – Entscheidungsfindungen, auch in der Literatur sind eine geistige und körperliche Sache, um herauszufinden, was inhaltlich und künstlerisch die „echten“ Menschen bewegt und was wir Debütanten und Debütantinnen der Kinder- und Jugendliteratur zutrauen.“

Angelina Sawodowskie:

„Besonders als Neuzugang war es sehr schön, dass zumindest die zweite Jurysitzung in Präsenz stattfinden konnte und man so die echte, nette und diskussionsfreudige Atmosphäre des Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreises kennenlernen durfte. Es war ein ganzes Stück Arbeit, die besten Werke herauszupicken und sich auf eine gemeinsame Auswahl zu einigen. Mir hat die Jurysitzung großen Spaß gemacht und viel beigebracht.“