Nominierte 2022

Jury nominiert drei Werke

Für den diesjährigen Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Oldenburg hat die Jury zwei Autoren und eine Illustratorin nominiert. Bekannt gegeben wird die Preisträgerin oder der Preisträger am Freitag, 18. November 2022.

201 Erstlingswerke (122 Manuskripte, 79 Bücher) wurden insgesamt eingereicht und von der Jury gesichtet und beurteilt.

Die diesjährige Jury hat sich schließlich für folgende Werke entschieden:

Stimmen der Jury

Prof. Dr. Tobias Kurwinkel:

„Unter den unzähligen Einsendungen, die uns erreichten, waren in diesem Jahr viele Illustrationen, worüber wir uns unheimlich gefreut haben. In den vergangenen Jahren war dies leider nicht der Fall. Und dabei ist der Oldenburger Preis ein Preis für ein Erstlingswerk im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur – egal, ob es sich dabei um einen illustrierten Kinderroman, einen Jugendroman oder ein Bilderbuch handelt!“

Markus Lefrançois:

„Ein künstlerisches Werk verrät so viel von dem Menschen dahinter! 
Aus diesem Grund bin ich stets voller Bewunderung und Respekt um den aufgebrachten Mut so Vieler, die mit ihrem Erstlingswerk sich einer Jury, einer Öffentlichkeit und einer Kritik stellen!
Das lange und auch mal hitzige Ringen unter uns Jurymitgliedern um die Nominierungen lässt erahnen, aus welcher Fülle an Qualität wir auszuwählen hatten. Umso mehr freut es mich als Illustrator, dass ein illustriertes Bilderbuch zu den Nominierungen gehört!“

Birgit Müller-Bardorff:

„Im Vergleich zum Vorjahr ist die Themenvielfalt der eingereichten Manuskripte wieder größer. Neben Umwelt- und Klimaschutz, Rassismus, Migration, Familie und klassischen Coming of Age Themen treten nun aber auch Fragen nach der geschlechtlichen Identität in den Vordergrund – und dies nicht nur für Leserinnen und Leser im jugendlichen Alter, sondern bereits in den Kinderbüchern. Auch Grusel- und Fantasygeschichten fanden sich unter den Manuskripten und Büchern. Aus der Vielzahl der Einsendungen drei mit einer eigenen Handschrift, einer spezifischen und innovativen Erzählweise herauszusuchen, ist jedes Jahr eine Herausforderung. Doch die lebhaften und kontroversen Jurygespräche weiten und schärfen den Blick und so konnten wir uns in diesem Jahr einigen auf drei bereits verlegte Bücher, die nicht nur eine große Originalität in der Themenstellung aufweisen, sondern ihre Geschichte auch in einem unverwechselbaren Stil nahebringen.“

Christine Paxmann:

„Es ist jedes Mal ein großes Abenteuer, in die unbekannten Werke einzusteigen und zu entdecken, welche neuen, guten Erzählstimmen es gibt, in allen Altersstufen, in allen Lebenslagen und mit überraschendem Sound. Was besonders erfreulich ist, sind die Illustrationsdebuts – die gerade im Kinderbuch so unersetzlich sind.“

Angelina Sawodowskie:

„Auch dieses Jahr war die Vergabe des Kinder- und Jugendbuchpreis mit der Herausforderung, aus vielen schönen Werken die besten auszuwählen, verbunden. Schlussendlich konnten wir eine Auswahl mit drei fantastischen Werken treffen, unter denen sich sowohl Text- als auch Illustrationsarbeiten befinden, was die Jury sehr freut. Leider war dies mein letztes Jahr in der Tätigkeit als Schülerjurorin beim Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis. Besonders ist das freundschaftliche Verhältnis der Jurymitglieder, das dynamische Diskussionen und eine engagierte Entscheidungsfindung fördert. Eben diese lebhaften Diskussionen, viel Spaß und die tollen Werke zeichnen die Juryarbeit aus.“