Gruppenangebote nach vorheriger Anmeldung

Jugendfreizeitstätten öffnen vorsichtig ihre Türen

Viele Kinder, Jugendliche und Familien warten schon lange darauf: Die Oldenburger Jugendfreizeitstätten und das Jugendkulturzentrum Cadillac haben seit Freitag, 29. Mai 2020, wieder ihre Türen geöffnet. Eine Rückkehr zum normalen Alltag bedeutet dies jedoch noch nicht: Denn auch nach der Wiederöffnung bleibt Vorsicht das Gebot der Stunde. Abstands- und Hygieneregeln nach der niedersächsischen Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus müssen eingehalten werden.

Als erster Bereich wurde die Jugendberatung in Eins-zu-Eins-Begegnungen „hochgefahren“ werden, informiert Stadtjugendpfleger Christian Fritsch. Zuletzt waren diese Gespräche nur telefonisch oder mit einem Sicherheitsabstand von eineinhalb Metern außerhalb der Einrichtungen möglich. Nun können die pädagogischen Fachkräfte dieses Angebot nach vorheriger telefonischer Terminvergabe auch wieder innerhalb der Gebäude machen.

Musik-, Kreativ- und Spielangebote möglich

Auch Musik-, Kreativ- und Spielangebote finden wieder statt. Sie können von Kindern und Jugendlichen aber nur einzeln oder mit ihren im selben Haus lebenden Geschwistern wahrgenommen werden. Es ist ebenfalls eine vorherige Anmeldung für ein bestimmtes Zeitfenster nötig. „Die Angebote müssen so gestaltet werden, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sie risikolos in Anspruch nehmen können“, erläutert Christian Fritsch.

Gruppen auf zehn Personen begrenzt

Seit dem 9. Juni 2020 sind auch wieder sowohl inhaltlich definierte als auch offene Gruppenangebote in den Einrichtungen möglich. Allerdings: Eine Gruppe ist auf zehn Personen – acht Teilnehmende sowie zwei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – begrenzt. Auch hier gilt: Eine vorherige Anmeldung und Terminvergabe sind notwendig.

Angebote mit Abstand

Nicht jedes Spiel oder jeder Sport ist geeignet, aber es bleiben genug Möglichkeiten, in denen der Abstand gewahrt werden kann. Als Beispiele nennt Christian Fritsch Bastelangebote an einem großen Tisch, Billard, Tischtennis und Air-Hockey oder auch die Nutzung von Spielekonsolen. Alle Gegenstände sollen nach jedem Gebrauch gereinigt werden. Zur Rückverfolgung etwaiger Infektionsketten werden die Kontaktdaten der Gäste dokumentiert.

Mehr als zwei Monate waren die Einrichtungen geschlossen. In der Zwischenzeit haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht nur gründlich aufgeräumt, sondern auch Kontakt zu ihrem jungen Publikum gehalten und mit kreativen Ideen und digitalen Angeboten für Abhilfe gegen Langeweile gesorgt. Angebote wie Videochats, Podcasts oder E-Sports-Spiele bleiben ebenso bestehen wie Ausleihmöglichkeiten von Spielen und Büchern für zuhause.

Einrichtungen der Jugendarbeit