Paul Raabe als Bibliothekar

Ein Gesprächsabend zu Paul Raabe mit Christiane Raabe und Michael Knoche

Paul Raabe wurde 1927 in Oldenburg geboren und starb 2013 in Wolfenbüttel. Der Literaturwissenschaftler war, folgt man der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, „Deutschlands bekanntester Bibliothekar". Seine beruflichen Anfänge und prägende Erfahrungen als junger Bibliothekar machte der Sohn einer protestantischen Familie in der Landesbibliothek Oldenburg, die seinen Nachlass heute betreut. Als Paul Raabe 1992 das Amt des Direktors der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel aus Altersgründen aufgab, hatte er die berühmte Bibliothek, an der Lessing Direktor gewesen war, in der Kleinstadt im Zonenrandgebiet in ein weltoffenes Zentrum der geisteswissenschaftlichen Forschung verwandelt. Schon zwei Tage nach Eintritt in den Ruhestand ging er als unbesoldeter Freiwilliger zu den Franckeschen Stiftungen nach Halle, um diese baulich und konzeptionell neu aufzurichten.

Im Gespräch zwischen der Tochter Christiane Raabe und Michael Knoche werden die wichtigsten Stationen von Paul Raabes Leben beleuchtet und danach gefragt, welche seiner Ideen und Initiativen noch heute für uns wichtig sein können.

Dr. Christiane Raabe ist Historikerin und seit 2007 Direktorin der Internationalen Jugendbibliothek in München. Der Germanist Dr. Michael Knoche war von 1991 bis 2016 Direktor der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Weimar.