Eine Installation von Lulu Guinness, die zum Schnappschuss animiert

Be-A-Pin-Up

Die englische Modedesignerin Lucinda „Lulu“ Jane Guinness (geboren 1960) wurde 2006 bei den Queen’s Birthday Honours für ihre Verdienste in der Modeindustrie ausgezeichnet und erhielt 2009 den Independent Award für „Lifetime Achievement in Handbag Design“. Ihr Unternehmen für Handtaschen und Accessoires ist heute multinational tätig. Als Teil ihrer Collectables-Serie ist Lulus „The Florist Basket“ fester Bestandteil der Ausstellung „The Cutting Edge – 50 Jahre Britische Mode 1947 bis 1997“ des Victoria and Albert Museums in London.

Für die Clerkenwell Design Week 2011 in London kreierte Lulu Guinness darüber hinaus ein zwei Meter hohes Nagelbrett mit 6000 Pins – eine menschengroße Variante des in den 1980er Jahren beliebten Kinderspielzeugs. Diese Kunstinstallation ist im Einkaufsland Wechloy hautnah zu erleben. Die Besucherin oder der Besucher kann hier ihr oder sein eigenes temporäres Portrait hinterlassen: ob allein oder zu zweit, im Handstand oder in der Hocke – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Fixiert werden, kann der individuelle Abdruck nur durch ein Foto, bevor das Objekt wieder auf seinen Ausgangszustand zurückgestellt wird.

Zeitraum: 23. September bis 28. Oktober 2019
Ort: Famila Einkaufsland Wechloy, Posthalterweg 10, 26129 Oldenburg

Ken Adams James-Bond-Filme

KEINE STORY – ALLES DESIGN

Der Filmarchitekt Sir Ken Adam (1921 bis 2016) hat einige der revolutionärsten und zukunftsweisendsten Filmsets entworfen – vom „War Room“ in Stanley Kubricks „Dr. Strangelove“ bis hin zum gigantischen Vulkan im James-Bond-Film „You Only Live Twice“, der mit einer Million Dollar das größte und teuerste Set war, das bis dahin gebaut wurde. Durch Ken Adams Architekturfantasien wurden die Bond-Filme der 1960er und 70er Jahre zu Filmklassikern und der Superheld James Bond zu einem Massenphänomen und einer der populärsten Identifikationsfiguren. Die Filme prägten die Kinolandschaft des 20. Jahrhunderts und haben bis heute nichts an ihrer Attraktivität verloren.

Für die Gegenspieler Bonds, für Dr. No, Blofeld, Drax und die anderen Schurken, die es auf die Weltmacht abgesehen haben, erschuf Ken Adam „Räume des Bösen“ – geprägt von Größenwahn und Machtwillen, die sich durch ihre monumentalen Ausmaße auszeichnen. Dem gegenüber finden sich die von Adam für 007 geschaffenen modernen und schnittigen Fahrzeuge, ausgeklügelten Gadgets, Waffen und anderes technisches Spielzeug.

Auf 130 Quadratmetern Ausstellungfläche im Schlauen Haus fokussiert, die von der Filmwissenschaftlerin Anke Vetter kuratierte Ausstellung auf die Bond-Filme, für die Ken Adam das Setdesign entworfen hat: Skizzen, Entwürfe, Fotos, die von der Deutschen Kinemathek Berlin zur Verfügung gestellt wurden, beleuchten die Besonderheiten und wiederkehrenden Elemente in Adams unverkennbarer Arbeit.

Biographien von Ken Adam und James Bond
Außerdem widmet sich die Ausstellung den Biographien von Ken Adam und auch James Bond. Die Besucherin oder der Besucher erhält Einblicke in die Parallelen zwischen dem Filmarchitekten und dem Geheimspion sowie dem regionalen Bezug beider zu Norddeutschland: Ken Adam, der ursprünglich Klaus Hugo Adam hieß und aufgrund seines jüdischen Glaubens aus Berlin ins britische Exil auswandern musste, wo er für die Royal Airforce als Kampfpilot gegen Nazi-Deutschland kämpfte, war zeitweise in Norddeutschland stationiert. Aber auch James Bonds Tätigkeit für die britische Marine führte ihn einst in unsere Region, auf eine bestimmte Ostfriesische Insel …

Eröffnung: Dienstag, 22. Oktober 2019, 19.30 Uhr
Zu sehen bis zum 19. Dezember 2019
Ort: Schlaues Haus Oldenburg, Schloßplatz 16, 26122 Oldenburg
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag: 9 bis 17 Uhr, Freitag 9 bis 16 Uhr
Eintritt frei

Unser Kooperationspartner Bruns MÄNNERMODE » hat das Thema Ken Adam auch in die Schaufenster übertragen. Als Modehaus für Männer kennen sie sich mit der Ausstattung echter Gentlemen à la James Bond bestens aus. Ein stilechtes Outfit und ein informatives Schaufenster über Ken Adam finden Sie ab sofort in der Haarenstraße!

Soloausstellung Zach Blas

The Unkown Ideal

Das Edith-Russ-Haus » freut sich, die weltweit erste, umfassende Soloausstellung von Zach Blas zu präsentieren. Im Zentrum der Ausstellung stehen die neue Auftragsarbeit „The Doors“ sowie weitere Werke von 2007 bis 2018. Zach Blas ist ein Künstler und Schriftsteller, dessen Arbeit sich über technische Untersuchungen, theoretische Forschung, Konzeptualismus, Performance und Science Fiction erstreckt. Er untersucht die Auswirkungen von Überwachung, Algorithmen und digitaler Machtpolitik auf den menschlichen Körper. Seine großformatigen Installationen haben im Mittelpunkt oft Filme, die durch verschiedene Materialien immersiv erweitert werden. Klassisches Schauspiel, performative und partizipative Elemente spielen in seinen Werken eine ebenso zentrale Rolle wie theoretische Hintergründe, präzise Recherche und genaue Kenntnisse der untersuchten Technologien. Zach Blas (geboren 1981 in Point Pleasant, West Virginia, USA) lehrt an der renommierten Goldsmiths University of London.

Zeitraum: 24. Oktober 2019 bis 5. Januar 2020
Ort: Edith-Russ-Haus für Medienkunst
The Unkown Ideal  – Soloausstellung Zach Blas
Pressekonferenz: Dienstag, 22. Oktober, 11 Uhr
Künstlergespräch: Mittwoch, 23. Oktober, 18 Uhr
Eröffnung: Mittwoch, 23. Oktober, 19 Uhr

www.zachblas.info »

Barry Cawston: Are We There Yet?

Fotoausstellung: „Banksy's Dismaland”

Der britische Street-Artist Banksy ist ein Phantom, dessen Identität nur Eingeweihte kennen. Seitdem Banksy’s Stencils in den 1990er Jahren zum ersten Mal in der Gegend von Bristol auftauchten, fasziniert der Underground- Künstler die Öffentlichkeit. 2015 verwandelte er in der britischen Küstenstadt Weston-super-Mare gemeinsam mit 50 weiteren zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern einen baufälligen Themenpark, der das Gefühl von Hoffnungslosigkeit entlang der Strandpromenade widerspiegelte, in einen Anti-Vergnügungspark: Dismaland („trostloses Land“).

Der nahe Bristol lebende Fotograf Barry Cawston » dokumentierte Dismaland, aber auch Weston-super-Mare. Indem er die Kunstwerke des Parks mittels seiner fotografischen Handschrift kommentierte und in Beziehung zur Örtlichkeit setzte, entstand so ein eigenständiges Werk mit dem Titel „Are We There Yet?“ „Ich hatte den Eindruck, Banksy nahm Großbritannien wie eine Schneekugel, schüttelte sie einmal durch und heraus kam das Bild einer sehr radikalen und dystopischen Gesellschaft“, so Cawston über diese Disney-Parodie. Banksy schätzte dessen Fotos so sehr, dass er diese auf seine Internetseite integrierte und er Barry Cawston damit quasi zu seinem ‚offiziellen‘ Fotografen adelte. Eine Auswahl von Cawstons Bildern wird nun, im Sinne der Street-Art, als Outdoor-Ausstellung in Oldenburg zu sehen sein.

Barry Cawston wurde 1966 in London geboren. Er gewann diverse Preise und präsentierte seine Werke in zahlreichen nationalen wie internationalen Ausstellungen.

Hier finden Sie außerdem ein Audiointerview des Lokalsenders Oeins mit Barry Cawston » über die Fotoausstellung zu Banksy's Dismaland.

Zeitraum: Sonntag, 27. Oktober bis Montag, 2. Dezember 2019
Eröffnung: Sonntag, 27. Oktober 2019, 11 Uhr in Anwesenheit des Fotografen;
Ort: Hafenpromenade am Stau (zwischen Gastronomie Schwan und Arbeitsamt)
Einführung: Benjamin Maack, DER SPIEGEL
anschließend Eröffnungsfeier in der umBAUbar

Fotografische Zugänge zur Britischen Musikszene

Christie Goodwin – All Access Pass

Dynamisch, kreativ und ein wenig verrückt – das ist die britische Fotografin Christie Goodwin ». Ihre Leidenschaft für die Musik- und Eventfotografie flammte 2005 auf. Seitdem kann sie auf unzählige Kooperationen mit Top-Musikerinnen und -Musikern in Großbritannien und darüber hinaus zurückblicken.

Die Ausstellung
In Zusammenarbeit mit der Galerie Lake und der Kulturlounge Seelig präsentiert das Kulturbüro eine Auswahl von Aufnahmen der Starfotografin von Live-Konzerten britischer Musikerinnen und Musiker und Bands wie Coldplay, Eric Clapton, Paul McCartney, PJ Harvey, Sting, The Who und vielen anderen. Daneben unterstreicht die Ausstellung in der Kulturlounge Seelig Goodwins unkomplizierten Umgang mit den Musikerinnen und Musikern, welcher ihr erlaubt, Einblicke auch in deren privaten Bereiche zu erhalten und Aufnahmen aus dem Backstage-Bereich beziehungsweise jenseits der großen Bühnen anzufertigen.

Ausstellung zu sehen von  Dienstag, 15. Oktober bis Samstag, 23. November 2019

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag, 9 bis 23 Uhr
Freitag und Samstag, 9 bis 1 Uhr

Der Eintritt ist frei.
Ort: Kulturlounge Seelig in den Schlosshöfen, Schloßplatz 2, 26122 Oldenburg

Artist Talk mit Christie Goodwin
Die Londoner Star-Fotografin erlebte den kometenhaften Aufstieg des Singer-Songwriters Ed Sheeran hautnah mit und hat im Laufe dessen Karriere mehr als 2000 Fotos von ihm angefertigt. Besonders berührend sind dabei die frühen Aufnahmen, die Goodwin im Jahr 2008 von dem gerade 17-jährigen Sheeran machte, ohne Zeitdruck oder PR-Stress. Aber auch die späteren Fotosessions zeigen in ihrer Offenheit und Intimität das besondere Band, das zwischen Fotografin und Künstler entstanden war.

Christie Goodwin wird am Mittwoch, 6. November 2019, 19 Uhr im Seelig anwesend sein und über diese Zusammenarbeit mit Ed Sheeran sprechen, aus der 2018 das Buch „Im Blitzlicht“ entstanden ist. Aber auch über ihre weiteren Arbeiten, insbesondere als Hausfotografin der Royal Albert Hall sowie ihre Erlebnisse backstage und abseits der großen Bühnen spricht sie im Rahmen dieses Artist Talks. Für eine Signierung des Buches, das vor Ort erworben werden kann, steht sie gerne im Anschluss an das Gespräch zur Verfügung.

Moderation: Wolfgang Rumpf
Mittwoch, 6. November 2019, 19 Uhr
Ort: Kulturlounge Seelig in den Schlosshöfen, Schloßplatz 2, 26122 Oldenburg