Culture(s) of Copy

Gruppenausstellung
Kooperationsprojekt mit dem Goethe-Institut in Hongkong

Culture(s) of Copy behandelte das Phänomen der Kopie als globale kulturelle Strategie. Im Gegensatz zur Diskussion über geistiges Eigentum wurde die Kopie vom Edith-Ruß-Haus für Medienkunst und dem Goethe-Institut Hongkong im positiven Sinn interpretiert als Remake, kulturelle Übertragung und Bereicherung. Das Phänomen der Kopie wird als eine Möglichkeit gesehen, kulturelle Unterschiede jenseits der eher unzulänglichen Begrifflichkeit einer Ost-West-Dichotomie zu verstehen und zu reflektieren.

Die vorgestellten Arbeiten konnten unterschiedlichen Themen zugeordnet werden (Archiv, Themenpark, Anspruch von Authentizität einer medial vermittelten Wirklichkeit, etc.). Einige Arbeiten griffen auf den Fundus der Kunstgeschichte zurück. Die Wiederholung bekannter Formate und Inhalte diente einer Neudefinition. Die Maxime der Originalität wurde in den Arbeiten bewusst ignoriert – im Zeitalter von „copy and paste“ ist die Schaffung des NEUEN zwangsläufig an Wiederholung, Variation und kulturelle Übertragung gebunden. Zu den übrigen Themen zählten der Prozess des Kopierens und die Beziehung zwischen Kontext und Inhalt. Viele Arbeiten beschäftigten sich mit der Frage der Authentizität in einer Welt, deren Realität vor allem über die Massenmedien vermittelt wird.

KünstlerInnen: Qiu Anxiong, Xu Bing, Candice Breitz, Wong Hoy Cheong, Sven Drühl, Omer Fast, Anna Jermolaewa, Zhang Peili, Cornelia Sollfrank, Leung Chi Wo / Sara Wong, Ming Wong, Xu Zhen

Kuratorenteam: Ackbar Abbas, Sabine Himmelsbach, Birgit Hopfener, Jiang Jun, MAP Office, Michael Müller-Verweyen, June Yap

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