Sam Tshabalala & Band: „Acoustic Quartet“

Sam Tshabalala gilt heute als einer der wichtigsten Komponisten Südafrikas. Seine Songs erzählen einerseits vom damaligen Südafrika, den Hoffnungen und dem Alltag im Township, wie vom heutigen gesamten afrikanischen Kontinent und dessen sozialen und finanziellen Beziehungen zu Europa.

Nach Oldenburg kommt Sam Tshabalala mit dem hervorragendem Acoustic Quartet und bietet wunderschöne südafrikanische Melodien, harmonische A-Cappella-Gesänge wie für Afrika typische Gitarrensounds und Rhythmen.
Für die Gitarrensounds im Acoustic Quartet ist dabei Jack Djeyim verantwortlich, der unter anderem schon mit den Wailers spielte. Er stammt aus Kamerun, hat aber auch südafrikanischen Ikonen wie Busi Mhlongo (auf
ihrem 1998 erschienenen „Urban Zulu“ Album) mit seinen Gitarrensounds erst den richtigen Südafrika-Groove verpasst. Das Quartett vervollständigen Sängerin Silvia Laube und der herausragende Multi-Instrumentalist (Keyboards & Percussion) Patrick Bebey, der u.a. für Miriam Makeba, Mory Kante und Papa Wemba spielte.


Mit diesem Akustik-Projekt war Sam Tshabalala auf internationalen Events wie Peter Gabriels „Womad Festival“ zu Gast, in Deutschland spielte Sam u.a. im Berliner Haus der Kulturen der Welt, in der Kölner Philharmonie wie 2000 auf der Expo in Hannover mit einem begeisterten Desmond Tutu als Ehrengast.


Seine Karriere begann Sam Tshabalala Ende der 70er Jahre mit seinen „Malopoets“, die auf Tourneen in seiner Heimat wie in Frankreich und in den USA, dort gemeinsam mit den Neville Brothers, gefeiert wurden. Diese junge Band stieß schnell auf große Resonanz, was neben der tanzbaren Musik vor allem an den Texten in Zulu, Sotho, Shangaan und anderen südafrikanischen Stammessprachen. Denn stammesübergreifende Texte, die die politische Situation reflektierten, waren nicht zuletzt aufgrund der Zensur damals noch eine Ausnahmeerscheinung. In dieser Zeit nahmen sie auch an dem Projekt „Sun City – Artists Against Apartheid“ teil.


Als in Südafrika der Ausnahmezustand erklärt wurde, entschloss sich Sam Tshabalala auf einer Europatournee 1989 ins Exil zu gehen. Während andere schwarze südafrikanische Musiker nach Mandela Machtübernahme wieder nach Südafrika zurückkehrten, blieb Sam Tshabalala in Paris und arbeitete dort als Perkussionist, Schauspieler und Sänger bei internationalen Theaterprojekten. In seinem 1993 gegründeten Musik-Projekt „Sabeka“ spielte Tshabalala dann bis 2004 Seite an Seite mit einigen der besten Musiker der Pariser Afro-Szene.

Ort: Kulturetage Oldenburg; Anfahrt »

Datum: 3. Mai 2012, 20:00 Uhr

Eintritt (inkl. Gebühren, norm./erm.): VVK 16,80/12,80 €; AK 18/14 €

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