Auftragskomposition von Maximilian Marcoll in Oldenburg uraufgeführt

Anlässlich der Verleihung des Carl-von-Ossietzky-Preises für Zeitgeschichte und Politik an Inge Deutschkron wurde am Sonntag, 4. Mai, im Rahmen des Festaktes eine Auftragskomposition des Komponisten Maximilian Marcoll uraufgeführt. Die von der Stadt Oldenburg in Auftrag gegebene Komposition trägt den Titel „Momentaufnahme in fünf Stationen. Studie. Kathartisch. Mit Quadrat.“ und wurde für die Besetzung Saxofon, Schlagzeug, Harfe, Kontrabass und Elektronik geschrieben. Die Komposition wurde von den Mitgliedern des oh ton-ensembles Mark Lorenz und Barbara Kysela (Stuttgart), Michael Pattmann (Bochum), John Eckhardt (Hamburg) und dem Komponisten selbst interpretiert.

Maximilian Marcoll: Ein vielseitiger Musiker
Der Komponist Maximilian Marcoll wurde 1981 in Lübeck geboren. An der Musikhochschule Lübeck studierte er von 1992 bis 1997 Schlagzeug am Institut für schulbegleitende Musikausbildung und von 1997 bis 2001 Komposition bei Prof. Friedhelm Döhl und Prof. Dirk Reith. 1999 gründete er das Ensemble für Neue Musik Lübeck, dessen Leiter er bis 2001 war. Von 2001 bis 2006 studierte Marcoll instrumentale und elektronische Komposition bei Prof. Thomas Neuhaus, Prof. Dietrich Hahne, Prof. Orm Finnendahl und Prof. Günter Steinke an der Folkwang Hochschule Essen. Seit 2002 ist Marcoll als Laptop-Performancer aktiv und entwickelt Software. Er wurde 2005 mit dem Folkwang Förderpreis, 2006 mit dem Franz-Liszt-Förderpreis Weimar ausgezeichnet. Seit 2007 unterrichtet er an der Musikschule Friedrichshain-Kreuzberg in Berlin und am Institut für Musik und Medien der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf. Marcoll lebt in Berlin.

(Stand 2008)

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