Gerhard Zwerenz

erhält den Carl-von-Ossietzky-Preis 1986

für seinen Essay Der Krieg der Pazifisten, unveröffentlichtes Manuskript 1985.


 

Dr. Bernhard vom Brocke

erhält den Carl-von-Ossietzky-Preis 1986

für seine Arbeit Wissenschaft versus Militarismus: Nicolai, Einstein und die ‚Biologie des Krieges’, in: Annali dell'Instituto storico italo-germanico in Trento X 1984, Bologna 1985

so die Jury.

Der Jury 1986 gehören an die Schriftstellerin Dr. Ingeborg Drewitz (Berlin), der Historiker Professor Dr. Ernst Hinrichs (Oldenburg), der Schriftsteller Walter Kempowski (Nartum), der Politikwissenschaftler und Journalist Dr. Wolfram Köhler (Hannover) sowie der Schriftsteller und Germanist Dr. Lew Kopelew (Köln).

Oberbürgermeister Dr. Heinrich Niewerth verleiht den Preis zu gleichen Teilen am 4. Mai 1986 im Oldenburger Stadtmuseum. Die Laudatio auf Gerhard Zwerenz hält Ingeborg Drewitz. Lew Kopelew würdigt die Arbeit von Bernhard vom Brocke.

Musikalische Gestaltung
Anlässlich der Preisvergabe tragen Elfi Hoppe (Gesang) und Klaus Melchers (Klavier) Lieder und Texte von Kurt Tucholsky und Bertolt Brecht vor.

Lesungen am Vorabend
Am Abend vor der Preisverleihung, am 3. Mai 1986, geben vier Autoren, die an der Preisverleihung beteiligt sind, im Oldenburger Stadtmuseum Einblicke in ihre Arbeit. Ingeborg Drewitz liest aus ihrem Roman Eingeschlossen und aus der von ihr geschriebenen Biografie Bettina von Arnim. Lew Kopelew widmet sich in seinen Ausführungen dem Friedensnobelpreisträger Andrej Sacharow. Walter Kempowski trägt aus seinem Befragungsbuch Haben Sie davon gewußt? neueste Erkenntnisse vor. Gerhard Zwerenz liest aus seinem Roman Die Erde ist unbewohnbar wie der Mond.

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