Dr. Ingo Müller

erhält den Carl-von-Ossietzky-Preis 1988

für sein Buch Furchtbare Juristen, Kindler-Verlag, München 1987.
 

Professor Dr. Karl Holl

erhält den Carl-von-Ossietzky-Preis 1988

für seine Arbeit Pazifismus in Deutschland, Suhrkamp Verlag, Frankfurt 1988,

so die Jury.

Der Jury 1988 gehören an die Journalistin Lea Rosh, der Historiker Professor Dr. Ernst Hinrichs (Oldenburg), der Schriftsteller Walter Kempowski (Nartum), der Politikwissenschaftler und Journalist Dr. Wolfram Köhler (Hannover) sowie der Schriftsteller und Germanist Professor Dr. Lew Kopelew (Köln).

Der Preis wird am 4. Mai 1988 zu gleichen Teilen von Oberbürgermeister Horst Milde im Alten Gymnasium Oldenburg an die beiden Preisträger verliehen. Die Laudatoren sind Wolfram Köhler und Ernst Hinrichs. Lew Kopelew hält anlässlich des 50. Todestages von Carl von Ossietzky eine Festansprache.

Uraufführung von vertonten Gedichten
Die Stadt Oldenburg hat anlässlich der Vergabe des Carl-von-Ossietzky-Preises erstmalig einen Kompositionsauftrag vergeben, um den Namensgeber des Preises und die Preisträger auch musikalisch zu würdigen. Mit diesem Auftrag ist der in Oldenburg lebende chilenische Komponist Professor Gustavo Becerra-Schmidt betraut worden. Becerra-Schmidt hat für die Preisverleihung die Gedichte „Nächtlicher Rat für C.v.O.“ von Walter Mehring (1938), „Auf den Tod eines Kämpfers für den Frieden. Dem Andenken Carl von Ossietzkys“ von Bertold Brecht (1938) und das fiktive Gespräch „Warum sind Sie geblieben?“ nach Texten von Carl von Ossietzky und Kurt Tucholsky (Textzusammenstellung Elke Suhr) vertont. Die Kompositionen für drei Sprecher, Gesang, Klavier, Synthesizer, Gitarre, Vibraphon und Elektroakustik werden von Ulrike Janssen, Eckhard Grahlmann, Christoph J. Keller, Fritz Knipper, Florian Poser und den Schauspielern Elfi Hoppe, Rudolf Bellgrasch und Jürgen Lorenzen interpretiert.

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Eindrücke von der Preisverleihung 1988