Carl-von-Ossietzky-Preis: Die Jury 2008

Der Jury zur Vergabe des Carl-von-Ossietzky-Preises für Zeitgeschichte und Politik 2008 gehören an: Professorin Dr. Sabine Doering (Oldenburg), Professor em. Dr. Dr. h. c. Oskar Negt (Hannover), Dr. Franziska Augstein (München), Profoessor Dr. Norbert Frei (Jena), und Eckart Spoo (Berlin).

Dr. Franziska Augstein

Die politische Feuilletonistin Dr. Franziska Augstein, Tochter des Spiegel-Gründers Rudolf Augstein und der John-Updike-Übersetzerin Maria Carlsson, hat Geschichte und Philosophie in Berlin, Bielefeld und an der University of Sussex in Brighton studiert. Von 1987 bis 1989 arbeitete sie für das Magazin der Wochenzeitung „Die Zeit“. Nach mehrjährigen Auslandsaufenthalten und Promotion war sie zwei Jahre als Feuilletonredakteurin für die Frankfurter Allgemeine Zeitung tätig. Im Jahr 2000 wurde Augstein für einen Essay über Martin Walser mit dem hoch angesehenen Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet. Seit 2001 schreibt sie für die Süddeutsche Zeitung. Franziska Augstein hat bereits bei der letzten Preisvergabe als Jurorin, Jury-Sprecherin und Laudatorin mitgewirkt.

Prof. Dr. Sabine Doering

Die Germanistin Prof. Dr. Sabine Doering ist neu in der Jury. Doering studierte Germanistik und evangelische Theologie in Göttingen und Genf. Danach war sie zunächst an der Universität Göttingen und anschließend langjäh-rig an der Universität Regensburg tätig, promovierte und habilitierte sich. Ihre Forschungsschwerpunkte bilden die Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts sowie die Gegenwartsliteratur. Doering hat eine Vielzahl an wissenschaftlichen Arbeiten veröffentlicht. Darüber hinaus schreibt sie seit 1997 als freie Literaturkritikerin von internationalen belletristischen Neuerscheinungen für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Seit 2001 ist sie Professorin für deutsche Literatur der Neuzeit und Literaturtheorie an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Im Oktober 2006 wurde Doering vom Senat der Universität zur Vizepräsidentin für Studium und Lehre gewählt.

Prof. Dr. Norbert Frei

Der Historiker Prof. Dr. Norbert Frei war nach seinem Studium der Neueren Geschichte, Politik- und Kommunikationswissenschaften und Promotion von 1979 bis 1997 wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Zeitgeschichte in München. Nach seiner Habilitation an der Universität Bielefeld 1995 hatte er den Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum inne. Seit 2005 ist er Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Leiter des Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts. Norbert Frei ist Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Kommissionen und Beiräte und hat als Autor und Herausgeber eine Vielzahl von Arbeiten und Büchern insbesondere zu Themen der NS-Vergangenheit veröffentlicht. Frei war bereits bei der Preisvergabe 2006 Jury-Mitglied.

Prof. em. Dr. Dr. h. c. Oskar Negt

Prof. em. Dr. Dr. h. c. Oskar Negt ist neu in die Jury berufen worden. Negt studierte Rechtswissenschaften, Soziologie und Philosophie in Göttingen und Frankfurt/ Main. Er promovierte bei Theodor W. Adorno und war Assistent von Jürgen Habermas am Institut für Sozialforschung der Universität Frankfurt. Von 1970 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2002 war er ordentlicher Professor für Soziologie an der Universität Hannover. Gastprofessuren führten ihn nach Bern, Wien, Milwaukee und Madison/ USA. Negt engagiert sich seit vielen Jahren unter anderem für gewerkschaftliche Bildungsarbeit und hat viele Aufsätze und Bücher zu aktuellen politischen Themen, vor allem zu Demokratie, Erziehung, Arbeitswelt und Gewerkschaften veröffentlicht. 1972 war er maßgeblich an der Gründung der alternativen Glocksee-Schule in Hannover beteiligt. Negt wurde mit der Ehrendoktorwürde der Universität Roskilde/ Dänemark, dem Niedersachsenpreis für Wissenschaft und Publizistik und dem Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Eckart Spoo

Eckart Spoo hat bereits zweimal als Juror und einmal als Laudator für Uri Avnery an der Carl-von-Ossietzky-Preisvergabe mitgewirkt. Spoo arbeitete nach seinem Studium der Germanistik, Publizistik, Soziologie und Philosophie von 1962 bis 1997 als Redakteur bei der „Frankfurter Rundschau“. Viele Jahre war er ehrenamtlicher Bundesvorsitzender der Deutschen Journalisten-Union in der IG Druck und Papier, Mitglied des Deutschen Presserats und Vorstandsmitglied der Internationalen Journalistenföderation. Er hat zahlreiche Bücher herausgegeben und ist seit 1997 Initiator und Redakteur des jährlich bei Rowohlt erscheinenden „Grundrechte-Reports“. Als Mitherausgeber und Redakteur zeichnet Spoo für die im Haus der Demokratie und Menschenrechte in Berlin herausgegebene Zweiwochenschrift „Ossietzky“ verantwortlich.

(Stand 2008)

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