Professor Dr. Włodzimierz Borodziej erhält den Carl-von-Ossietzky-Preis 2010

„Der Carl-von-Ossietzky-Preis der Stadt Oldenburg des Jahres 2010 wird Włodzimierz Borodziej zuerkannt. Die schwierige deutsch-polnische Geschichte des 20. Jahrhunderts steht seit Jahrzehnten im Mittelpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit. Der Warschauer Historiker ist überzeugt, dass die deutsch-polnische Aussöhnung ein zentrales Element im Prozess der europäischen Einigung darstellt. Seine kritische Stimme findet sowohl in seiner Heimat als auch hierzulande große Resonanz“,

so die Begründung der unabhängigen Jury.

Der Jury 2010 gehören an die Journalistin Dr. Franziska Augstein (Süddeutsche Zeitung, München), die Literaturwissenschaftlerin und Jury-Sprecherin Professorin Dr. Sabine Doering (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg), der Historiker Professor Dr. Norbert Frei (Friedrich-Schiller-Universität Jena), der Soziologe Professor Dr. Wilhelm Heitmeyer (Universität Bielefeld) und der Journalist Dr. Gunter Hofmann (DIE ZEIT, Berlin).

Oberbürgermeister Professor Dr. Gerd Schwandner überreicht dem Preisträger am 4. Mai 2010, dem Todestag Ossietzkys, die Urkunde im Oldenburger Schloss. Die Laudatio hält Dr. Gunter Hofmann.

Uraufführung der Komposition „ÜberGrenzen“ von Jamilia Jazylbekova

Anlässlich der Preisverleihung wird die Auftragskomposition „ÜberGrenzen“ der in Bremen lebenden kasachischen Komponistin Jamilia Jazylbekova uraufgeführt. Empfohlen wurde die Komponistin von einem musikalischen Beirat bestehend aus Eckart Beinke (Komponist, oh ton – Förderung aktueller Musik e.V.), Professorin Violeta Dinescu (Komponistin) und Marita Emigholz (Musikredakteurin). Die Komposition für Trompete, Violine, Kontrabass, Akkordeon und Schlagzeug wird von den Musikern des oh ton-ensembles Paul Hübner, Anne Poppe, Beltane Ruiz Molina, Margit Kern und Michael Pattmann interpretiert.

Rahmenprogramm 2010

Am Tag nach der Preisverleihung spricht der Preisträger mit Oldenburger Schülerinnen und Schülern zum Thema „Polen als das gelobte Land der Deutschen“. Gezeigt werden dazu Ansichten aus der Ausstellung „Polen aus freier Wahl. Deutschstämmige Familien in Warschau im 18. und 19. Jahrhundert“. Abends findet eine öffentliche Podiumsdiskussion unter der Fragestellung „ Wie viel Geschichte braucht Europa?“ mit Professor Borodziej und den Historikern Professor Dr. Stefan Troebst, Professor Dr. Dr. Oliver Rathkolb unter Moderation von Friedrich-Wilhelm Kramer statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die deutsch-polnischen Beziehungen, die Rolle Russlands und der EU sowie nationale Gedächtnis-und Erinnerungskulturen im Zuge des politischen Zusammenwachsens Europas.

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Eindrücke von der Preisverleihung 2010