Carl-von-Ossietzky-Preis: Die Jury 2010

Der Jury zur Vergabe des Carl-von-Ossietzky-Preises für Zeitgeschichte und Politik 2010 gehören an:

  • Dr. Franziska Augstein (München)
  • Professorin Dr. Sabine Doering (Oldenburg)
  • Professor Dr. Norbert Frei (Jena)
  • Professor Dr. Wilhelm Heitmeyer (Bielefeld)
  • Dr. Gunter Hofmann (Berlin)

Dr. Franziska Augstein

Die politische Feuilletonistin Dr. Franziska Augstein, Tochter des Spiegel-Gründers Rudolf Augstein und der John-Updike-Übersetzerin Maria Carlsson, hat Geschichte und Philosophie in Berlin, Bielefeld und an der University of Sussex in Brighton studiert. Von 1987 bis 1989 arbeitete sie für das Magazin der Wochenzeitung „Die Zeit“. Nach mehrjährigen Auslandsaufenthalten und Promotion war sie zwei Jahre als Feuilletonredakteurin für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ tätig. Im Jahr 2000 wurde Augstein für einen Essay über Martin Walser mit dem hoch angesehenen Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet. Seit 2001 schreibt sie für die „Süddeutsche Zeitung“. Dr. Augstein ist seit 2006 Mitglied der Jury. Im gleichen Jahr war sie Jury-Sprecherin und Laudatorin für den Preisträger Prof. Dr. Volkhard Knigge.

Prof. Dr. Sabine Doering

Die Literaturwissenschaftlerin Prof. Dr. Sabine Doering hat Germanistik und evangelische Theologie in Göttingen und Genf studiert. Danach war sie zunächst an der Universität Göttingen und anschließend langjährig an der Universität Regensburg tätig, promovierte und habilitierte sich. Ihre Forschungsschwerpunkte bilden die Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts sowie die Gegenwartsliteratur. Doering hat eine Vielzahl an wissenschaftlichen Arbeiten veröffentlicht. Darüber hinaus schreibt sie seit 1997 als freie Literaturkritikerin von internationalen belletristischen Neuerscheinungen für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Seit 2001 ist sie Professorin für deutsche Literatur der Neuzeit und Literaturtheorie an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Von April 2007 bis Dezember 2008 war sie Vizepräsidentin für Studium und Lehre an der hiesigen Universität. Prof. Doering ist seit 2008 Jury-Mitglied und Jury-Sprecherin.

Prof. Dr. Norbert Frei

Der Historiker Prof. Dr. Norbert Frei war nach seinem Studium der Neueren Geschichte, Politik- und Kommunikationswissenschaften und Promotion von 1979 bis 1997 wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Zeitgeschichte in München. Nach seiner Habilitation an der Universität Bielefeld 1995 hatte er den Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum inne. Seit 2005 ist er Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Leiter des Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts. Norbert Frei ist Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Kommissionen und Beiräte und hat als Autor und Herausgeber eine Vielzahl von Arbeiten und Büchern insbesondere zu Themen der NS-Vergangenheit veröffentlicht. Prof. Frei ist bereits seit 2006 Jury-Mitglied. Bei der Preisvergabe 2008 hielt er die Laudatio auf die Preisträgerin Inge Deutschkron.

Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer

Professor Heitmeyer ist Professor für Sozialisation an der Universität Bielefeld. 1996 gründete er dort das Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung und leitet es seitdem. In der Vergangenheit war er Leiter verschiedener Forschungsgruppen zu Rechtsextremismus, Gewalt, Fremdenfeindlichkeit und ethnisch-kulturellen Konflikten. Er hat zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten, Aufsätze und Bücher zu Themen der Gewaltforschung, sozialer Desintegration und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit veröffentlicht und ist Herausgeber umfangreicher Publikationen und Schriftenreihen wie „Kultur und Konflikt“, „Konflikt und Gewaltforschung“ und „Deutsche Zustände“. Professor Heitmeyer ist zum ersten Mal Juror in der Jury zur Carl-von-Ossietzky-Preisvergabe.

Dr. Gunter Hofmann

Der Journalist Dr. Gunter Hofmann war nach seinem Studium der Politikwissenschaft, Soziologie und Philosophie zunächst mehrere Jahre für die „Stuttgarter Zeitung“ tätig. Seit 1977 arbeitet er für „Die Zeit“, zunächst als Korrespondent in Bonn, um dann Chefkorrespondent im Hauptstadtbüro Berlin zu werden. Hofmann hat sich vor allen Dingen als Beobachter und kritischer Analytiker der bundesrepublikanischen Gegenwart einen Namen gemacht. Für sein Buch „Abschiede, Anfänge – Die Bundesrepublik, eine Anatomie“ erhielt er 2002 den Preis der Friedrich-Ebert-Stiftung für das beste politische Buch des Jahres. Dr. Hofmann ist ebenfalls neu in der Jury.

(Stand 2010)

 

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