Professorin Dr. Ágnes Heller erhält den Carl-von-Ossietzky-Preis 2012

„Die 1929 in Budapest geborene Philosophin Ágnes Heller erhält den Preis aufgrund ihrer Furchtlosigkeit, mit der sie zeitlebens unter wechselnden Regimen ihren eigenen Überzeugungen gefolgt ist. Als europäisch und kosmopolitisch denkende Intellektuelle gibt sie einem verängstigten Europa ein eindrucksvolles Beispiel“,

so die Begründung der unabhängigen Jury.

Der Jury 2012 gehören an die Literaturwissenschaftlerin und Jury-Sprecherin Professorin Dr. Sabine Doering (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg), der Historiker Professor Dr. Norbert Frei (Friedrich-Schiller-Universität Jena), der Soziologe und Konfliktforscher Professor Dr. Wilhelm Heitmeyer (Universität Bielefeld), der Journalist und Autor Dr. Gunter Hofmann (Die ZEIT, Berlin) und der Direktor des NDR-Landesfunkhauses Schleswig-Holstein, Friedrich-Wilhelm Kramer (Kiel).

Oberbürgermeister Professor Dr. Gerd Schwandner überreicht den mit 10.000 Euro dotierten Preis am 4. Mai 2012 im Oldenburger Schloss. Die Laudatio hält Professor Dr. Wilhelm Heitmeyer.

Uraufführung der Komposition „Rundumschlag#“

Im Rahmen des Festaktes wird auch die Komposition „Rundumschlag#“ der Kölner Komponistin Brigitta Muntendorf uraufgeführt. Empfohlen wurde Muntendorf von einem musikalischen Beirat, dem Eckart Beinke (Komponist oh ton – Förderung aktueller Musik e.V.), Michael Hagemeister (Musiker, klangpol – Neue Musik im Nordwesten) und Professorin Dr. Melanie Unseld (Musikwissenschaft) angehören. Das von der Stadt Oldenburg in Auftrag gegebene Werk hat die Komponistin eigens zu Ehren der diesjährigen Carl-von-Ossietzky-Preisträgerin Ágnes Heller geschrieben. Die Komposition für Flöte, E-Gitarre, Schlagwerk, Piano und Violoncello wird von den Mitgliedern des oh ton-ensembles Keiko Murakami (Straßburg), Steffen Ahrens (Frankfurt/Main), Michael Pattmann (Bochum), Thomas Hell (Hannover) und Eva Boesch (Zürich) interpretiert.

Rahmenprogramm 2012

Bereits am Vortag der Preisverleihung, am Donnerstag, dem 3. Mai 2012, hat die Preisträgerin mit Oldenburger Oberstufenschülerinnen und –schülern über die aktuelle politische Situation in Ungarn diskutiert. Auch das öffentliche Podiumsgespräch mit Ágnes Heller und prominenten Gästen am Vorabend stand unter dem Eindruck der aktuellen Entwicklungen in Ungarn. Das Thema der sehr gut besuchten Diskussionsveranstaltung lautete „Demokratie und Freiheitsrechte in Ungarn – Rechtspopulismus in der EU“. Gesprächspartner von Ágnes Heller waren Professor em. Dr. Lutz Niethammer (Jena), Professor Dr. Wilhelm Heitmeyer und die ungarische Wissenschaftlerin Luca Váradi (Berlin). Moderiert wurde die Veranstaltung von Professorin Dr. Sabine Doering und Rainer Sütfeld, NDR Kultur, Hannover.

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Eindrücke von der Preisverleihung 2012