Fachgespräch im Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa am 5. Mai 2014

Am 5. Mai 2014 hat um 10.30 Uhr im Bundesinstitut ein Fachgespräch zum Thema „Deutschland und Russland. Sichtweisen auf das 20. Jahrhundert“ mit der Carl-von-Ossietzky-Preisträgerin Dr. Irina Scherbakowa stattgefunden. Bei dem Gedankenaustausch wurden unterschiedliche Wahrnehmungen der Vergangenheit und Perspektiven der Zusammenarbeit diskutiert. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Carl von Ossietzky Universität, der Universität Bremen, des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE) und Oberbürgermeister Professor Dr. Gerd Schwandner nahmen daran teil. Im Fokus des nichtöffentlichen Fachgesprächs standen auch die wechselvollen bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland, ihre Historie sowie die tagesaktuellen politischen Konflikte.

Podiumsdiskussion: Russlands Weg wohin? Eine Großmacht zwischen Apathie, Protest und Führerkult

Ein Podiumsgespräch mit Irina Scherbakowa und Wolfgang Eichwede

Die Carl-von-Ossietzky-Preisträgerin des Jahres 2014, Dr. Irina Scherbakowa, renommierte Wissenschaftlerin, Historikerin und Publizistin sowie promovierte Germanistin, hat am Montag, 5. Mai 2014, 19.30 Uhr, im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3 auf Einladung des Kulturbüros
der Stadt Oldenburg in einem öffentlichen Gespräch mit Professor em. Dr. Wolfgang Eichwede über Gegenwart und Historie ihres Heimatlandes diskutiert. Unter dem Titel „Russlands Weg wohin? Eine Großmacht zwischen Apathie, Protest und Führerkult“ widmeten sich beide Persönlichkeiten der Geschichte der Großmacht, den Erwartungen und Hoffnungen nach der Perestroika, dem russischen Alltag der Jetzt-Zeit und nicht zuletzt allgemeinen Bürger- und Menschenrechtsfragen sowie den aktuellen politischen Entwicklungen im osteuropäischen und internationalen Kontext.

Gesprächspartner von Dr. Irina Scherbakowa war der international renommierte Osteuropahistoriker Dr. Wolfgang Eichwede, emeritierter Professor für Politik und Zeitgeschichte sowie Gründungsdirektor der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Sozialbewegungen und Kultur Osteuropas und die sowjetisch/russisch-deutschen Beziehungen im 20. und 21. Jahrhundert. Professor Eichwede ist selbst Träger verschiedener hoher nationaler und internationaler Auszeichnungen sowie Autor zahlreicher Bücher und Publikationen zu den Widerstands- und Alternativkulturen im östlichen Europa von 1945 bis in die Gegenwart.