Professor em. Dr. Dieter Rucht

Der Soziologe Dieter Rucht hat Sozialkunde, Sport und Politikwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München studiert. 1980 folgte seine Promotion in Politikwissenschaften, aus der die Publikationen „Von Whyl nach Gorleben“ (1980) und „Planung und Partizipation“ (1982) hervorgingen. Nach seiner mehrjährigen Tätigkeit als wissenschaftlicher Assistent am Geschwister-Scholl-Institut für politische Wissenschaft an der Universität München folgten Forschungs- und Lehrverpflichtungen an den Universitäten in München, Berlin, an der Harvard University in Cambridge, in Paris an der Hochschule EHESS sowie an der University of Michigan in Ann Arbor. Von 1988 bis 1997 arbeitete Rucht im Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung WZB, habilitierte sich im Fach Politikwissenschaften an der Freien Universität und übernahm die dortige Lehrstuhlvertretung Soziologie am John F. Kennedy-Institut für Nordamerikastudien. Von 1998 bis 2000 folgte eine Professur für Soziologie an der University of Kent at Canterbury.

Nach seiner Ernennung zum Honorarprofessor an der FU Berlin wurde er Leiter der Forschungsgruppe „Politische Öffentlichkeit und Mobilisierung“ und später Ko-Leiter der Forschungsgruppe „Zivilgesellschaft, Citizenship und politische Mobilisierung in Europa“ am Wissenschaftszentrum WZB. Im Juli 2011 wurde er emeritiert.

Ruchts Forschungsschwerpunkte sind sozialer Wandel, politische Partizipation, soziale Bewegungen, politische Proteste und transnationale politische Mobilisierung. Darüber hinaus ist er Autor bzw. Herausgeber zahlreicher Publikationen. Dieter Rucht ist Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von Attac und Mitglied im Vorstand des Vereins für Protest- und Bewegungsforschung.

(Stand Oktober 2017)