Thomas Roth

Thomas Roth hat nach seinem Studium der Germanistik und Anglistik ein Volontariat beim Süddeutschen Rundfunk absolviert und moderierte zunächst Hörfunksendungen beim SDR 3. 1988 wurde er ARD-Korrespondent in Johannesburg und leitete bis 1991 das dortige Studio. Danach arbeitete er im ARD-Studio Moskau, um anschließend Hörfunkdirektor des WDR zu werden. Nach weiteren vier Jahren in Moskau wurde er 2002 Chefredakteur des ARD-Hauptstadtstudios Berlin. Sechs Jahre später wechselte er als ARD-Studioleiter nach New York. Ab 2013 moderierte er bis zum Eintritt in den Ruhestand 2016 die Nachrichtensendung „Tagesthemen“.

Thomas Roth ist für seine journalistische Arbeit mehrfach ausgezeichnet worden. 1995 erhielt er den Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis und 1996 den Dr. Friedrich Joseph Haass-Preis für deutsch-russische Verständigung. 2009 folgten der Schweizerisch-Russische Journalistenpreis sowie der Liberty Award. Als Autor veröffentlichte er die Reportagen „Südafrika. Die letzte Chance“, „Das russische Tagebuch. Eine Reise von Tschuktschen bis zum Roten Platz“ sowie die Publikation “Russland. Das wahre Gesicht einer Weltmacht“.

Thomas Roth engagiert sich darüber hinaus seit 1999 in der Organisation Reporter ohne Grenzen und ist Kuratoriumsmitglied bei Aktion Sühnezeichen. 2017 wurde er Vorsitzender des Lew-Kopelew-Forums in Köln. Im Jahr 2018 hielt er die Laudatio auf die Carl-von-Ossietzky-Preisträgerin Professorin Dr. Deborah Esther Lipstadt.

(Stand Mai 2019)