Kulturelle Bildung und Digitalisierung

Unter dem Titel „Mein digitales Ich und ich“ lädt die Kulturelle Bildung und Teilhabe ein, sich beim 16. Netzwerktreffen Schule - Kultur mit den medialen Lebenswelten von Jugendlichen in der Kulturellen Bildung auseinanderzusetzen. Es findet am 12. April von 14.30 bis 18.30 Uhr im kreativ:LABOR in der Kulturetage statt. Lokale und bundesweite Initiativen geben Impulse für die Praxis.

Inhalte
Die Gestaltung eines digitalen Ichs gehört zu den Entwicklungsaufgaben von Kindern und Jugendlichen im 21. Jahrhundert. Insbesondere mobile und soziale Medien prägen sie in ihrer Identitätsentwicklung. Die Digitalisierung stellt auch die kulturelle Bildung vor zahlreiche Herausforderungen. Smartphones, Snapchat, Instagram, YouTube und Co. verändern nicht nur die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen, sondern ebenso die künstlerische Praxis, die kulturelle Bildungsarbeit sowie die Kommunikation von Institutionen.

  • Erreichen wir junge Menschen noch, wenn sie erst ihr digitales Ich ablegen müssen, bevor sie einen Probenraum, eine Werkstatt oder ein Atelier betreten?
  • Wie können wir uns gemeinsam mit jungen Menschen zu den Herausforderungen der Digitalisierung kreativ und selbstbestimmt positionieren?

Format
Im ersten Teil des Netzwerktreffens stellt die Kulturpädagogin Mechthild Eickhoff anhand ihrer Arbeit im Dortmunder U vor, was Kulturelle Bildung im Digitalen Zeitalter bedeuten kann.
Im zweiten Teil führen zwei Oldenburger Kulturpartner in Form von Workshops ganz praktisch in die künstlerisch-kreative Arbeit mit Neuen Medien ein.

Workshop 1: Mobile Music - Musik mit Apps
Ein Beat für einen Hiphop-Song? Eine Soundcollage für ein Theaterstück? Oder eine Jam-Session in virtueller Bandbesetzung? Musik-Apps für Tablet oder Smartphone bieten einen vielfältigen und niedrigschwelligen Zugang zum Musizieren. Im Workshop lernen Sie eine Bandbreite verschiedener Apps kennen, die sich für musikalische Arbeit mit unterschiedlichen Altersgruppen eignen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Referent: Jan Blum, Medienkunstpädagogik, Edith-Russ-Haus für Medienkunst

Workshop 2: Spielerisch Programmieren lernen mit Coding Bricks
Während die meisten Kinder das digitale Einmaleins beherrschen, sind wichtige Kompetenzen wie Datenschutzbewusstsein und einfache Programmierkenntnisse eher selten. Daher fordern viele Bildungsexperten, Digitalkunde und Programmieren als Schulfächer bereits ab der Grundschule einzuführen. Neben der politischen Weichenstellung fehlt aber gerade in Grundschulen häufig das benötigte Know-how. Dabei sind die Grundlagen der Programmierung mit dem richtigen Lernmaterial schnell erlernt. In diesem Workshop werden die Teilnehmenden spielerisch in die Grundkonzepte der Programmierung mit Coding Bricks eingeführt. Coding Bricks sind ein von der Programmiersprache Scratch abgeleitetes, analoges Lernmittel, bei dem Code-Bausteine wie Puzzle-Teile zu nachvollziehbaren Programmen zusammengelegt werden. Spielerisch können so die Grundkonzepte der Programmierung, wie Variablen, Anweisungen, Wenn-dann-Regeln und Schleifen erlernt werden. Der Workshop richtet sich an Teilnehmende ohne Vorerfahrung.
Referent: Dr. Florian Fortmann, KIDS2CODE

Adressaten und Anmeldung
Das Netzwerktreffen richtet sich an Kulturschaffende und Vetreterinnen und Vertreter von Kultureinrichtungen, an Schulleitungen, Lehrkräfte sowie an pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ganztag, an Eltern sowie an weitere Interessierte.

Anmeldeschluss ist der 6. April 2018.

Interessierte wenden sich bitte an Sophie Arenhövel, Telefon 0441 235 3062, E-Mail kulturellebildung(at)stadt-oldenburg.de .

Weitere Infos siehe Veranstaltungsflyer »