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Kulturelle Bildung - auch durch Sportunterricht?

Begreift man Sportunterricht unter dem Konzept kulturwissenschaftlicher Bildung, kann nicht einzig die Bewegungspraxis, das Erlernen, Üben und Trainieren kanonisierter Sportarten und Bewegungstechniken Gegenstand der Vermittlung sein. Ausgehend davon, den Gegenstand Sport in seiner Historizität, Kulturalität und Performativität anzuerkennen, besteht die Notwendigkeit einer Neufassung von Fachdidaktik unter den Gesichtspunkten fächerübergreifenden Unterrichts und forschenden Lernens. Die Erschließung des Gegenstands erfolgt aus unterschiedlichen Perspektiven der Erkundung (ethnografische Feldforschung, performative research, journalistische Recherchen, Krisenexperimente) sowie differenter Praxen der Deutung. Aus diesem Fach- und Gegenstandsverständnis folgt unweigerlich ein (biografischer) Bruch mit den Vorstellungen und Mythen des Fachs Sport. Nicht mehr Sport treiben, sondern Sport lesen lernen wird zum Bildungsgegenstand.

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Referenten

Katharina Groß, Diplom Pädagogin, Tänzerin und Integrative Tanztherapeutin (in Ausbildung) ist derzeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sportwissenschaft der Universität Oldenburg tätig. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in Tanzvermittlung, Kultureller Bildung und Biographieforschung.

Prof. Dr. Matthias Schierz studierte in Hamburg Erziehungswissenschaft, Politologie und Sportwissenschaft. Er promovierte und habilitierte am Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg. 2001 folgte er einem Ruf an die Universität Jena. Seit 2003 ist er Universitätsprofessor für Sportpädagogik/-didaktik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Seine Arbeitsschwerpunkte in Lehre und Forschung liegen in den Bereichen der Schulsportethnografie, der Schul- und Fachkulturforschung.