Steven Uhly: „Den blinden Göttern“

Dem Buchhändler Friedrich Keller wird von einem verwahrlosten Unbekannten ein Manuskript mit Gedichten zugespielt. Keller, neurotischer Einzelgänger und passionierter Kenner der Dichtkunst, beginnt eines Tages das Manuskript zu lesen und entdeckt bald, dass ihm ein Meisterwerk vorliegt. Geraume Zeit später erkennt er den Mann auf der Straße wieder und folgt ihm spontan in die derbe Welt einer Kneipe, wo er das Gespräch mit dem Genie sucht. Die Begegnung bringt seine Welt ins Wanken. Als der Dichter eines Tages bei Keller zuhause aufkreuzt, gerät sie vollends aus den Fugen.
Steven Uhlys Roman, der die Gedichte tatsächlich enthält, lässt in einem klugen Spiel zwischen Dichtung und Wahrheit offen, ob hier eine wahre Geschichte oder eine Persiflage vorliegt.

Steven Uhly, 1964 in Köln geboren, studierte Literatur, promovierte und lehrte in Brasilien und Deutschland. Er übersetzt Lyrik und Prosa unter anderem aus dem Spanischen und Portugiesischen. Für seinen Roman „Adams Fuge“ erhielt er den Tukan-Preis 2011, „Glückskind“ (2012) wurde von Michael Verhoeven verfilmt. 2015 erschien der Gedichtband „Tagebuch“. Uhly lebt in München.

Veranstaltet in Kooperation mit der Carl von Ossietzky-Universität und CvO-Unibuch.
Vorverkauf: Buchhandlung CvO-Unibuch, Uhlhornsweg, und unter Telefon 0441 71677.

Portrait des Autors Joachim Zelter von Hannah Gnetu, Shari Jung und Jen Kurbjuweit, Hochschule Hannover. LiteraTour Nord 2018/19