Isabel Fargo Cole: „Das Gift der Biene“

Für die junge Amerikanerin Christina ist Ostberlin in der Mitte der 1990er Jahre der Ort der unbegrenzten Möglichkeiten. Sie zieht in eine Hausgemeinschaft in einem ehemals besetzten Haus, wo die Lebenskünstlerin Meta einen Salon betreibt. Abend für Abend sitzen dort die früheren Hausbesetzer zusammen und diskutieren über die neugewonnene Freiheit, über die Abgründe des Kapitalismus und den untergehenden Sozialismus. Für Christina ist die junge Hausgemeinschaft die Verwirklichung einer sozialistischen Utopie. Doch als die rätselhafte Malerin Vera Grünberg in den obersten Stock einzieht, gerät die Utopie ins Wanken. Die anderen vermuten in Vera die mögliche Besitzerin des Hauses. Geradezu obsessiv spürt Meta dem Gerücht nach, vor dem Krieg habe im Gartenhaus ein Wunderrabbi namens Grynberg gelebt. Und dann kommt es tatsächlich zu einem Wunder.

Isabel Fargo Cole, 1973 in Galena, Illinois geboren, wuchs in New York City auf. Sie studierte Literatur, Geschichte und Philosophie in Chicago sowie Russisch und Neuere Deutsche Literatur in Berlin. Seit 1995 lebt sie als freie Schriftstellerin und Übersetzerin in Berlin. Ihr Debütroman „Die grüne Grenze“ war für den Klaus-Michael Kühne-Preis 2017 und für den Preis der Leipziger Buchmesse 2018 nominiert.

Moderation: Lars Korten

Veranstaltet in Kooperation mit der Carl von Ossietzky-Universität und der Buchhandlung CvO-Unibuch.
Kartenvorbestellung und -verkauf: CvO-Unibuch, Uhlhornsweg 99, Telefon: 0441-71677.