Jan Brandt: „Ein Haus auf dem Land / Eine Wohnung in der Stadt“

Jan Brandts Roman Gegen die Welt stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und wurde mit dem Nicolas-Born-Debütpreis ausgezeichnet. Sein neues Buch kreist um Stadt und Land, Utopie und Heimat. In Ein Haus auf dem Land nimmt er uns mit in sein ostfriesisches Heimatdorf Ihrhove, in dem das Haus seines Urgroßvaters vor dem Abriss steht. Der Eigentümer, ein Bauunternehmer, sieht keinen Grund, das Alte zu erhalten, wo sich durch etwas Neues der Profit um ein Vielfaches steigern lässt. Doch Jan Brandt nimmt den Kampf auf, um den Gulfhof zu retten, das Symbol seiner Herkunft. In Berlin droht ihm wegen der Anmeldung von Eigenbedarf zeitgleich der Rauswurf aus seiner Mietwohnung, und er bekommt zu spüren, dass bezahlbarer städtischer Wohnraum immer knapper wird. Mit Daniel Fuhrhop spricht er darüber, wie und wo wir leben wollen. Fuhrhop gründete 1998 den Stadtwandel Verlag mit Publikationen zur Architektur. Noch als Verleger begann er, mit Experten aus Stadtplanung, Architektur und Immobilien nach einem sinnvollen Stadtwandel in Zeiten des Klimawandels zu suchen und startete eine gleichnamige Publikationsreihe. 2013 verkaufte er den Verlag und startete den Blog Verbietet das Bauen. Michael Sommer, Professor für Alte Geschichte und stellvertretender Vorsitzender des Philosophischen Fakultätentags, moderiert ihren Austausch.

Das Institut für Geschichte der Oldenburger Universität ist Kooperationspartner der von der Stiftung Niedersachsen geförderten Veranstaltungsreihe.