Literarischer Landgang

Jan Brandt: „Die Gangland-Chroniken“

Sein Romandebüt Gegen die Welt machte Jan Brandt 2011 schlagartig bekannt. Sein aktuelles Buch Ein Haus auf dem Land / Eine Wohnung in der Stadt (2019) kreist um Stadt und Land, Utopie und Heimat. Im September 2020 war Jan Brandt als Stipendiat des Literaturhauses im Oldenburger Land unterwegs. Weil ihm bewusst war, dass er als Außenstehender in der knappen Zeit nur einen oberflächlichen Eindruck der besuchten Region gewinnen könnte, weil die Entscheidungen für seine Unternehmungen zwangsläufig willkürlich bleiben würden, wäre er gerne vor Ort ungeplant mit Menschen ins Gespräch gekommen. An Stammtischen. An den Theken von Restaurants und Kneipen. Die Rahmenbedingungen seiner Reise gab jedoch 2020 nicht das Literaturhaus, sondern das Corona-Virus vor. An spontane Begegnungen war damit nicht zu denken. Deshalb suchte sich Jan Brandt schon vor dem Antritt seiner Erkundungstour für jede Station einen Ansprechpartner. Diese „Paten“ traf er unterwegs und führte lange Gespräche mit ihnen. Sie bilden die Grundlage für Die Gangland-Chroniken, die er im Anschluss an die Reise schrieb. Der Schriftsteller stellt sie vor und spricht mit Monika Eden, der Leiterin des Literaturhauses.

Das Literaturhaus führt das Projekt ‚Literarischer Landgang‘ in Kooperation mit der Kulturstiftung Öffentliche Oldenburg durch.